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Italienische Pride-Kampagne
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Italienische Pride-Kampagne Regenbogen-Spot geht viral und begeistert weltweit

ms - 23.06.2026 - 15:00 Uhr
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Das italienische Immobilienportal Idealista hat mit einer Pride-Kampagne in sozialen Medien für sehr große Aufmerksamkeit ausgelöst. Das Unternehmen ist in Italien, Spanien und Portugal als Plattform für Immobilienangebote bekannt und vergleichbar mit dem US-Dienst Zillow. Der 30-Sekunden-kurze Clip geht derzeit viral und rührt vielerorts zu Tränen, insbesondere unter schwulen Männern. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Idealista veröffentlichte Pride-Spot mit älterer Italienerin
  • Video zeigt Wandel von Ablehnung zu Akzeptanz
  • Social-Media-Reaktionen sehr positiv
  • Pride-Aktivitäten trotz politisch konservativer Regierung in Italien

30-Sekunden-Herz-Schmerz 

In den vergangenen Jahren hat Idealista den Pride Monat regelmäßig begleitet. In diesem Jahr wurde zusätzlich ein 30-Sekunden-Social-Media-Spot veröffentlicht, nachdem bereits das Website-Logo in Regenbogenfarben gestaltet wurde. Im Zentrum des Videos steht eine ältere Italienerin, die zunächst irritiert auf eine kleine Regenbogenflagge ihrer schwulen Nachbarn reagiert. Sie bezeichnet diese als „Ridicoli“ (lächerlich) und entfernt sie zunächst. Im weiteren Verlauf der Geschichte verändert sich allerdings ihre Haltung. Schließlich strickt sie selbst eine Regenbogenflagge für die Nachbarn. Zudem wird sie dabei gezeigt, wie sie eine schwarz-weiße Fotografie betrachtet, die sie in jüngeren Jahren gemeinsam mit einer Frau zeigt, vermutlich ihre große Liebe. 

Reaktionen in Italien 

Die Kampagne wurde in sozialen Netzwerken praktisch durchwegs positiv und vielerorts sehr euphorisch aufgenommen. Ein Nutzer schrieb: „Ich weine nicht… ich habe nur eine Regenbogenflagge im Auge… sehr schön.“ Ein anderer bezeichnete den Spot als „das süßeste Ding“, das er je gesehen habe. Auch ironische Reaktionen wurden geteilt. So schrieb ein Nutzer, ihm gefalle die Vorstellung sehr von „alten strickenden Lesben, die sich über all diese kleinen, zerknitterten, ungebügelten Pride-Flaggen ärgern, die Leute aufhängen“. 

Neben Idealista erhielt auch die italienische Fluggesellschaft ITA Airways Aufmerksamkeit für ihre Pride-Aktivitäten. Das Unternehmen wird staatlich kontrolliert und steht damit in einem direkten politischen Umfeld einer rechtsgerichteten Regierung unter Premierministerin Giorgia Meloni und einer Stimmungslage, die immer mehr die Community in den Fokus nimmt. In einem Social-Media-Beitrag zeigte ITA Airways die Hände von Paaren in Nahaufnahme, die im Flugzeug Händchen halten, darunter auch zwei Männerhände und zwei Frauenhände. In der begleitenden Botschaft hieß es: „In großer Höhe gibt es keine Grenzen, nur den blauen Himmel, der uns verbindet. Wir glauben an eine Reise, auf der sich jeder willkommen fühlt, frei ist und in seiner Individualität respektiert wird.“

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