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Gewalt gegen queere Fahrgäste Scharfe Kritik an Uber-Dienste in Kolumbien

Von ms - 25.08.2026 - 08:00 Uhr
Gewalt gegen queere Fahrgäste
Foto: iStock / MarioGuti
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In Bogotá in Kolumbien ist eine trans* Frau bei einer Uber-Fahrt Opfer eines schweren Angriffs geworden. Danne Belmont hatte eine gewöhnliche Fahrt nach Hause gebucht, als sie nach eigenen Angaben von ihrem Fahrer und einer weiteren Person überfallen wurde.

Das Wichtigste im Überblick

  • Trans* Frau in Bogotá bei Uber-Fahrt Opfer eines gewaltsamen Angriffs
  • Fall wird als Beispiel für ein globales Sicherheitsproblem dargestellt
  • Kritik an fehlendem Schutz für LGBTIQ+-Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps
  • Forderung nach Kooperation mit Behörden und besseren Sicherheitsstandards
  • Petition richtet sich direkt an Uber-Management und kolumbianische Justiz

Fall mit weltweiter Bedeutung

Der brutale Überfall im scheinbar sicheren Rahmen eines Uber-Fahrzeugs schockt die Community nicht nur in Kolumbien. Die betroffene trans* Frau erklärte nach Angaben der queeren Organisation All-Out, sie sei geschlagen, ausgeraubt und verletzt zurückgelassen worden. Auch ihre Ausweispapiere seien gestohlen worden. Der Vorfall ereignete sich im Februar dieses Jahres, wurde jetzt aber erst publik. „Niemand sollte um das eigene Leben bangen müssen, nur weil man in ein Auto steigt“, heißt es in der Schilderung des Falls.

Der Angriff wird nicht als Einzelfall behandelt, viel mehr betont All-Out, dass LGBTIQ+-Fahrgäste in verschiedenen Ländern regelmäßig von Belästigungen, Gewalt oder Bedrohungen im Zusammenhang mit Fahrdienst-Apps berichten. Fahrdienst-Apps wie Uber werben mit dem Anspruch, sichere Mobilität zu gewährleisten. „Fahrdienst-Apps versprechen Sicherheit. Für viele LGBTIQ+-Menschen wird dieses Versprechen jedoch nicht gehalten“, so die Kritik.  Das Recht auf sichere Mobilität wird dabei als grundlegendes Anliegen beschrieben. Unternehmen mit globaler Reichweite hätten demnach eine Verantwortung, diskriminierende oder gewaltsame Vorfälle konsequent zu verhindern und darauf zu reagieren. „Das Recht, sich frei und sicher zu bewegen, ist nicht verhandelbar.“

Forderungen an Uber und Behörden

Im Zusammenhang mit dem Vorfall wird an Uber sowie an staatliche Stellen in Kolumbien appelliert. Unter anderem wird gefordert, vollständig mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alle relevanten Daten bereitzustellen. Adressiert sind dabei unter anderem der CEO von Uber Technologies Inc. sowie die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft. „Wir fordern Uber auf, sofortige und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um LGBTIQ+-Fahrgäste weltweit zu schützen.“

Zu den konkreten weiteren Forderungen gehören unter anderem auch verpflichtende Schulungen zu Antidiskriminierung und Sicherheit für Fahrer, ein verstärkter In-App-Notfallschutz für hassmotivierte Vorfälle, eine konsequente Null-Toleranz-Politik gegenüber Diskriminierung und Gewalt sowie jährliche Transparenzberichte über Vorfälle und Reaktionen nach Ländern. 

Globale Dimension und Sicherheitsdebatte

Der Fall wird dabei als Teil eines größeren Problems eingeordnet. All-Out betont, dass queere Fahrgäste in vielen Ländern nicht ausreichend geschützt seien und teilweise Gewalt oder Aussetzung ausgesetzt würden. „Uber hat die Macht – und die Verantwortung –, dafür zu sorgen, dass niemand angegriffen, bedroht oder ausgesetzt wird, nur aufgrund dessen, wer man ist.“ Auch wird kritisiert, dass Betroffene vor jeder Fahrt abwägen müssten, ob sie sich sicher fühlen können. „LGBTIQ+-Fahrgäste sollten nicht erst überlegen müssen, ob sie sicher sind, bevor sie eine Fahrt buchen.“ Die Forderung betont abschließend die Dringlichkeit eines sofortigen Handels der Plattform und ihrer Verantwortlichen.

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