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Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien
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Hinrichtungen in Saudi-Arabien Keine Gnade im Emirat: Foltergeständnisse ohne Prozess

ms - 11.08.2025 - 11:00 Uhr
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Bisher ist es in diesem Jahr zu mindestens 241 Hinrichtungen in Saudi-Arabien gekommen – zu diesem bedrückenden Ergebnis kommt eine Untersuchung von Human Rights Watch und den Menschenrechtsorganisation Middle East Democracy Center (MEDC) sowie Reprieve. Ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Großteil der Todesstrafen ist demnach ohne ein ordnungsgemäßes Verfahren vollzogen worden – zu den Opfern zählt auch eine unbekannte Anzahl schwuler Männer. 

Größte Hinrichtungswelle der Geschichte 

Setzt sich die Hinrichtungswelle weiter fort wie bisher, würde dies 2025 alle bisherigen Rekorde in puncto Exekutionen brechen, so die Verbände weiter. Im vergangenen Jahr waren offiziell 345 Menschen hingerichtet worden. Bereits im April dieses Jahres hatte auch Amnesty International darauf hingewiesen, dass die Hinrichtungen weltweit drastisch weiter stark zugenommen haben, insbesondere in Saudi-Arabien sowie dem Irak und dem Iran. In allen drei Ländern werden auch immer wieder schwule Männer zu Opfern. 

Oftmals werden die Inhaftierten dabei aus fadenscheinigen Gründen heraus zum Tode verurteilt, allen voran aufgrund angeblicher Drogendelikte oder Terrorismusverdacht, darunter auch Journalisten wie Turki al-Jasser, der dafür bekannt war, Korruption innerhalb der saudischen Königsfamilie aufzudecken. Mehr als die Hälfte der Hingerichteten in diesem Jahr in Saudi-Arabien waren ausländische Staatsangehörige. Das Ziel ist klar: Abweichende Meinungen sollen um jeden Preis unterdrückt werden.  

Kein faires Verfahren, Geständnisse unter Folter

„Die grassierenden Verstöße gegen ein ordnungsgemäßes Verfahren und die systematischen Missbräuche gegenüber Angeklagten in den Gerichten und im Strafrechtssystem Saudi-Arabiens machen es höchst unwahrscheinlich, dass auch nur einer der 2025 hingerichteten Menschen ein faires Verfahren erhalten hat“, so Human Rights Watch. In beinahe allen Fällen wurde den Angeklagten auch ein Rechtsbeistand verweigert, oft wurden sie überdies ohne Gerichtsverfahren direkt verurteilt. In anderen Fällen wurden laut den Menschenrechtsorganisationen Geständnisse unter Folter erzwungen. 

„Die saudischen Behörden haben das Justizsystem des Landes als Waffe eingesetzt, um im Jahr 2025 eine erschreckende Anzahl von Hinrichtungen durchzuführen. Der Anstieg der Hinrichtungen ist nur der jüngste Beweis für die brutale autokratische Herrschaft von Kronprinz Mohammed bin Salman“, so Joey Shea, Forscher für Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bei Human Rights Watch. Und Abdullah Alaoudh, Senior Director beim Middle East Democracy Center, ergänzt: „Diese staatlich sanktionierten Tötungen sind ein Angriff auf die grundlegenden Menschenrechte und die Würde, den die Welt nicht ignorieren darf.”

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