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Hessen macht mobil Bürger sollen für Diskriminierung sensibilisiert werden

Von ms - 15.12.2022 - 16:00 Uhr
Hessen macht mobil
Foto: IMAGO / Jan Huebner
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Mit einer ungewöhnlichen aber durchaus spannenden Kampagne will das Bundesland Hessen jetzt gegen Antidiskriminierung und Hass gegenüber LGBTI*-Menschen vorgehen. Ein Anliegen, das angesichts steigender Fallzahlen von Übergriffen gegenüber homosexuellen und queeren Menschen zur richtigen Zeit kommt.

Was geht in Hessen?

Der Titel der Kampagne lautet “Hessen. Da geht noch was“ und ist in drei Bereiche untergliedert, so Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Unsere Kampagne ´Hessen. Da geht noch was‘ nimmt Sie mit auf eine Reise durch unser Bundesland und zeigt drei wesentliche Punkte: Was in Hessen ´geht‘, was ´gar nicht geht‘ und was in unserem Bundesland noch besser ´gehen kann‘. Denn Antidiskriminierungsarbeit ist ein kontinuierlicher Prozess. Wir fördern ein Hessen, in dem wir uns in unserer Unterschiedlichkeit respektieren.“ Mit der neuen Kampagne wolle das Bundesland dabei seine Mitbürger für die verschiedenen Formen von Diskriminierung sensibilisieren, präventiv der Ausgrenzung entgegenwirken und zudem Hilfsangebote bekannter machen.

Tagtäglich Erfahrungen mit Diskriminierung

Dabei muss Klose auch eingestehen, dass der Bedarf im Bundesland hoch ist: „In Hessen wenden sich täglich Betroffene an die Antidiskriminierungsberatungsstellen und die Antidiskriminierungsstelle des Landes. Doch obwohl Diskriminierungserfahrungen gravierende Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen haben, melden sich nicht alle Menschen, die Diskriminierung erleben, dort oder gehen juristische Schritte.“ Insgesamt meldeten sich deutschlandweit im Jahr 2021 rund 5.600 Menschen mit einer Beratungsanfrage bei der zentralen Bundesbehörde, ein Drittel aller Anrufer erlebte dabei bereits selbst Diskriminierung.

Menschen Mut machen

Integrationsminister Klose legt Wert darauf, auch jene Menschen zu erreichen, die sich bisher nicht trauen, ihre Erfahrungen publik zu machen. Er verfolge deswegen zielgruppenspezifische als auch merkmalsübergreifende Ansätze, um die Erfahrungen diskriminierter Menschen sichtbarer zu machen. Die Kampagne ist vorerst auf zwei Jahre angelegt, regelmäßig sollen dabei auch neue Videos mit den Erfahrungsberichten von Betroffenen veröffentlicht werden. Ab April nächsten Jahres will das Bundesland zudem kostenlose Fortbildungen im Bereich Diskriminierung anbieten.

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