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Heated Rivalry Autorin Reid
Foto: IMAGO / SOPA Images
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Heated Rivalry Autorin Reid 300.000 US-Dollar zur Rettung von ländlichen Buchhandlungen

ms - 18.08.2026 - 15:15 Uhr
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Die kanadische Autorin Rachel Reid will einen Teil ihres Erfolgs für den Erhalt öffentlicher Bibliotheken einsetzen. Die Schriftstellerin, bekannt für die „Game Changers“-Romanreihe und insbesondere für „Heated Rivalry“, hat der Annapolis Valley Regional Library in Nova Scotia 300.000 US-Dollar gespendet.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Autorin Rachel Reid spendet 300.000 US-Dollar an die Annapolis Valley Regional Library in Nova Scotia.
  • Fünf ländliche Filialen waren wegen fehlender finanzieller Mittel von einer dauerhaften Schließung bedroht.
  • Betroffen sind Hantsport, Kentville, Lawrencetown, Port Williams und Middleton.
  • Reid wuchs in Nova Scotia auf und schreibt ihren eigenen beruflichen Weg auch dem Besuch ihrer örtlichen Bibliothek zu.
  • Die Spende zählt zu den größten privaten Zuwendungen in der Geschichte des Bibliothekssystems.
  • Die Bibliothek hatte zuvor 80.000 US-Dollar aus Rücklagen eingesetzt, um die fünf Standorte bis zum 30. September offen zu halten.
  • Die Kommunen hatten mehr als 200.000 US-Dollar weniger als die zusätzlich benötigte Finanzierung für das Haushaltsjahr 2026/27 bereitstellen können.
  • Reid betont zugleich, private Spenden könnten eine dauerhafte öffentliche Finanzierung nicht ersetzen.

Erfolgsautorin hilft Bibliothekswelt

Hintergrund ist die finanzielle Notlage von fünf ländlichen Bibliotheksfilialen. Die Standorte in Hantsport, Kentville, Lawrencetown, Port Williams und Middleton waren von einer dauerhaften Schließung bedroht, weil Geld für ihren weiteren Betrieb fehlte. Die Bibliothek hatte bereits 80.000 US-Dollar aus ihren Rücklagen genommen, um die fünf Filialen bis zum 30. September geöffnet halten zu können. Die Kommunen hatten zuvor mehr als 200.000 US-Dollar weniger als die zusätzlich angeforderte Summe zur Verfügung gestellt. Das Geld wird benötigt, um den Betrieb bis zum Ende des Haushaltsjahres 2026/27 zu sichern. Reids Zuwendung gehört nun zu den größten privaten Spenden in der Geschichte des Bibliothekssystems.

„Ich musste es tun“

Für Reid ist die Unterstützung nicht nur eine finanzielle Entscheidung. Die Autorin wuchs in Bedford in Nova Scotia auf und verbrachte dort nach eigenen Angaben unzählige Stunden in ihrer örtlichen Bibliothek. Sie lieh sich möglichst viele Bücher aus und entdeckte dort schließlich auch Liebesromane – ein Genre, das ihren späteren beruflichen Weg als Schriftstellerin mitprägte. „Ich musste es tun, weil ich nicht weiß, was es bringen soll, eine erfolgreiche Autorin in Nova Scotia zu sein, wenn man seinen Erfolg nicht für etwas Gutes einsetzt“, sagte Reid in einem Interview mit CBC News.

Ihre eigene Geschichte verbindet sie eng mit der Bibliothek. „Ich glaube nicht, dass ich ohne meine örtliche Bibliothek Autorin geworden wäre“, sagte sie. Reid ist die Autorin der „Game Changers“-Romanreihe. Die Bücher haben ihr internationale Bekanntheit verschafft und wurden auch durch die Verfilmung beziehungsweise Adaption von „Heated Rivalry“ einem größeren Publikum bekannt.

Bibliotheken sind mehr als Bücher

Nach Ansicht der Autorin erfüllen Bibliotheken eine deutlich größere Funktion, als lediglich kostenlos Bücher bereitzustellen. Reid erinnert sich an ihre örtliche Bibliothek auch als sozialen Treffpunkt. Sie habe dort ihre Kinder zu Veranstaltungen gebracht und andere Eltern kennengelernt. Aus ihrer Sicht zeigen solche Erfahrungen, welche Bedeutung Bibliotheken für das gesellschaftliche Leben einer Region haben. Sie bezeichnet Bibliotheken deshalb als eine „wesentliche Dienstleistung, die angemessen finanziert werden muss“. Mit ihrer Spende soll die Annapolis Valley Regional Library ihre Arbeit für die Menschen in der Region fortsetzen können. Die fünf bedrohten Filialen erhalten dadurch zusätzliche finanzielle Unterstützung.

Öffentliche Finanzierung

Die Bibliothek machte zugleich deutlich, dass private Zuwendungen keine dauerhafte staatliche Finanzierung ersetzen können. Für einen langfristigen Betrieb seien verlässliche öffentliche Mittel notwendig. Auch Reid sieht ihre Spende nicht als Ersatz für die Verantwortung der Politik. „Ich möchte tun, was ich kann, um zu helfen, aber ich denke auch, dass private Spenden keine Regierungspolitik ersetzen können, denn dort sollte diese Finanzierung herkommen“, sagte sie. „Aber ich finde auch, wenn man helfen kann, sollte man es tun.“ Für die fünf Filialen bedeutet die Spende damit zunächst wichtige Unterstützung. Gleichzeitig bleibt die grundsätzliche Frage der öffentlichen Finanzierung bestehen.

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