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Hass muss Konsequenzen haben! „Unsere Community ist erschöpft von den ständigen Angriffen gegen uns!“

Von ms - 29.09.2022 - 11:00 Uhr
Führende USA-LGBTI*-Aktivistin ist wütend
Foto: IMAGO / Picturelux
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Mit einem wütenden und eindringlichen Statement meldet sich jetzt Sarah Kate Ellis zu Wort – die Amerikanerin ist die Geschäftsführerin der größten LGBTI*-Rechtsorganisation GLAAD in den Vereinigten Staaten von Amerika. Für Ellis haben die jüngsten Meldungen allein aus dieser Woche das Fass wohl endgültig zum Überlaufen gebracht und zornentbrannt schrieb sie: „Ich habe es so satt und bin es leid, wegen der LGBTQ-feindlichen Kommentatoren und Politiker, die die Angriffe auf uns fördern, ständig um unsere Community fürchten zu müssen. Unsere Community ist erschöpft von dem ständigen Strom von Angriffen gegen uns. Wir müssen sie zur Rechenschaft ziehen!“

Neben dem ständig schwelenden US-Kulturkampf, der mit jeder Woche stärker wird, je näher die Zwischenwahlen im November rücken, sind es die vielen kleinen, fortlaufenden Attacken, die die LGBTI*-Aktivistin offensichtlich nach und nach in den Wahnsinn treiben. Allein in dieser Woche gab es beispielsweise 39 Bombendrohungen auf Bibliotheken mit LGBTI*-Büchern, einen Angriff auf ein Pride-Center in Florida oder tagtägliche Hetze gegenüber LGBTI*-Menschen auf einem der beliebtesten Nachrichtenformate im amerikanischen Fernsehen. Gleichzeitig wird auf tausenden Flugblättern in mehreren Bundesstaaten behauptet, Homosexuelle seien allesamt Pädophile, die sich an Kindern vergreifen wollen. Stellenweise schließen Buchläden Dutzende von Filialen aufgrund von weiteren Bombendrohungen – eine Stadträtin resümiert dazu resignierend: "Das ist jetzt so üblich, das ist inländischer Terrorismus. Das ist ein Versuch, uns alle in Angst und Schrecken zu versetzen, und ein Buchladen ist wirklich das perfekte Ziel für diese Art von Drohungen, weil es ein Ort des Wissens, der Information und der Geschichte ist."

Eben eine ganz normale Woche in den USA im Jahr 2022. Die renommierte Journalistin Melissa Gira Grant erklärte dazu: „Wenn Sie versuchen, all die Nachrichten über die Bedrohungen der LGBTQ-Community zu verfolgen, dann ist 2022 ein anstrengendes Jahr für Sie! Jede Woche bringt eine neue Welle des Schreckens. Aber die Gesamtheit der Bedrohungen kann in den einzelnen Nachrichten untergehen. Jede Geschichte erhält nur eine kurze Aufmerksamkeit und tritt dann in den Hintergrund, wenn die nächste Bedrohung auftaucht. Die Verbindungen zwischen den Einzelpersonen und Gruppen, die hinter diesen Drohungen stehen, bleiben allzu oft unerwähnt, und jemand, der nur beiläufig die Nachrichten verfolgt, kann leicht übersehen, wie weit verbreitet und alltäglich die zunehmend entmenschlichende Rhetorik, die politische Unterdrückung und die Gewaltandrohungen inzwischen geworden sind.“

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