Direkt zum Inhalt
Massives CSD-Sicherheitskonzept

Großes CSD-Sicherheitskonzept Community zeigt sich beim Pride in Wien vereint gegen Hass

ms - 28.05.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Zum Vienna Pride werden ab Samstag zwei Wochen lang bis zum 15. Juni rund 300.000 Besucher erwartet. Nach dem Anschlagsversuch vor zwei Jahren auf die Regenbogen-Parade haben Stadt und Polizei ein großflächiges Sicherheitsnetz ausgearbeitet. 

Pride ist Protest

Gemeinsam habe man mit den Veranstaltern dichtmaschige Sicherheitsmaßnahmen ausgearbeitet, zudem stehe man in ständigem Austausch mit den Behörden. Nach derzeitiger Erkenntnislage gebe es keine konkrete Bedrohung. Insgesamt sind rund 50 Veranstaltungen geplant, Höhepunkt soll die Pride-Parade am 14. Juni werden. „Gerade jetzt braucht es ein starkes, vereintes Zeichen: Pride ist kein Partyhut. Pride ist Protest – und bleibt notwendig, bis niemand mehr seine Liebe verstecken muss“, so die Wiener SPÖ-Gemeinderätin und LGBTIQ+-Sprecherin Susanne Haase.

„Wir lassen uns nicht spalten!“

Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) erklärte zudem: „Wir in Wien stehen Schulter an Schulter mit der LGBTIQ+-Community – Seite an Seite mit allen, die für Sichtbarkeit, gleiche Rechte und ein Leben in Würde kämpfen.“ Zudem gibt Katharina Kacerovsky-Strobl, die Veranstalterin von Vienna Pride, zu bedenken: „In manchen Ländern führt das bereits zu massiven Rückschritten. Jede Person, die Vienna Pride unterstützt, stellt sich dem entgegen und trägt dazu bei, unsere Gesellschaft offener und gerechter zu machen. Wir lassen uns nicht spalten!“

Die HOSI Wien gibt dabei allerdings zu bedenken, dass es trotz den ersten Schritten hin zu mehr Akzeptanz für die Community noch viel Nachholbedarf in Österreich gäbe: „Ob das der fehlende Schutz vor Diskriminierung, das dringend nötige Verbot sogenannter Konversionstherapien oder fehlender Schutz und Versorgung für Transpersonen ist – diese Zustände sind menschenunwürdig“, so Ann-Sophie Otte von der HOSI. Das Motto der Pride Wochen inklusive der 29. Regenbogenparade in diesem Jahr: „Unite in Pride“. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sex-Studie geht viral

Neue Debatte über schwule Männer

Eine alte Studie über das Sexualverhalten schwuler Männer sorgt erneut für Diskussionen in sozialen Netzwerken. Wie viel Sex haben wir wirklich?
Nackte Tatsachen

Arsenal-Profi Piero Hincapié

Ein kurioser Zwischenfall bei einem Premier-League-Spiel von Arsenal sorgt derzeit international für Aufmerksamkeit, gerade unter schwulen Jungs.
Kritik an Trump Mobile

Ein Smartphone vom US-Präsidenten

Das erste Smartphone von Trump Mobile steht noch vor dem offiziellen Verkaufsstart massiv in der Kritik und sorgt für Heiterkeit.
Großbritannien stärkt LGBTIQ+

21 Millionen für queere Projekte

Die britische Regierung kündigt neue Millionenhilfen für LGBTIQ+ weltweit an und will ihre internationale Rolle in der Gleichstellungspolitik ausbauen
Dating ohne Wischen

Bumble setzt auf KI

Die Dating-Plattform Bumble will die bekannte Swipe-Funktion abschaffen und künftig verstärkt auf künstliche Intelligenz setzen.
US-Firmen beenden LGBTIQ+

Wenige setzt ein Zeichen dagegen

Viele Unternehmen kürzen oder beenden derzeit ihr LGBTIQ+-Engagement, der Sportartikelhersteller Converse geht eine andere Richtung.
Historische Wahl in Leeds

Erstes schwules Bürgermeister-Duo

Mit der Ernennung eines offen schwulen Lord Mayors und seines Partners schreibt die britische Stadt Leeds Stadtgeschichte.
Historisches Urteil in Kenia

Trans* und intersexuelle Menschen

Ein historisches Gerichtsurteil in Kenia bringt Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung von trans* und intersexuellen Menschen.
EU stärkt Opferschutz

Meilenstein für LGBTIQ+

Die EU hat eine neue Opferschutzrichtlinie beschlossen, die unter anderem erstmals sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität als Schutzkriterien nennt.