Direkt zum Inhalt
Flucht nach Australien
ANZEIGE

Flucht nach Australien Schwules Paar aus Saudi-Arabien über die neue Heimat

co - 17.06.2020 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Im Oktober flüchtete ein saudi-arabisches Journalisten-Paar nach Australien (SCHWULISSIMO berichtete). Um die Privatsphäre der beiden Männer zu wahren, hatte man ihnen damals falsche Namen gegeben. Im Dezember bekamen beide ein Überbrückungs-Visum. Heute leben sie in Sydney. Einer der beiden sprach jetzt mit der SBS-Sendung „Insight“ über die Flucht und das neue Leben in Freiheit.

In Saudi-Arabien sei schwul zu sein „das schlimmste was man sein kann“, so der 47-jährige Essam. „Wir mussten unsere Beziehung stets geheim halten.“ Seit ihrem Kennenlernen im Jahr 2003 waren die beiden schon ein Paar. „Er ist alles für mich“, so Essam. „Wir konnten einander nicht verlieren.“ In ihrer Heimat hätte man sie definitiv verhaftet und auseinander gerissen.

Essams Familie hatte ihn zur Heirat gedrängt, seit er 19 wurde. Mit 35 heiratete er dann eine lesbische Frau, die selbst eine Partnerin hatte. Nach Saudi-Arabien können Essam und sein Partner nie wieder zurück. Haus, Autos und Hund, alles mussten sie dort zurücklassen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Polen blockiert Homo-Ehe

Streit mit der EU wächst massiv

Polnische Gerichte streiten erneut über die Anerkennung gleichgeschlechtlicher EU-Ehen, während auch die Slowakei in einen Konflikt mit der EU gerät.
Weltmeister im Fokus

Spekulationen um Ibiza-Küsse

Neue Ibiza-Fotos von Ferran Torres und Marcos Llorente lösen Spekulationen aus – die beiden spanischen WM-Weltmeister flirten und küssen sich dabei.
Nackte setzen Zeichen

Regenbogen-Kunst für Vielfalt

Hunderte Menschen bildeten auf Gran Canaria nackt eine Progress-Pride-Flagge – als Kunstwerk für Vielfalt und Zeichen der Solidarität mit Berlin.
Boy George sorgt für Kritik

Umstrittener neuer Song

Boy George veröffentlichte ein pro-israelisches Lied über den Hamas-Angriff und löst damit jetzt heftige Kritik aus.
Mehr Hass im Stadion

Homophobie nimmt zu

Eine neue Statistik zeigt: Bei fast 15 Prozent der britischen Premier-League-Fußballspiele wurden in der Saison 2025/26 homophobe Vorfälle gemeldet.
CSD Nürnberg findet statt

Sicherheitskonzept erneut überprüft

Trotz der Amokfahrt in Berlin findet der CSD Nürnberg 2026 wie geplant statt – das Sicherheitskonzept wurde jetzt überprüft und nachgeschärft.
Umfragehoch für Buttigieg

Der Weg ins Weiße Haus?

Neue Umfragen sehen den schwulen Politiker Pete Buttigieg bei den möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten für 2028 vorn.
Online-Verbote in Österreich

Social-Media-Grenze für Jugendliche

Österreich plant ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige – Fachverbände warnen vor besonderen Risiken für queere Jugendliche.
Proteste in Hamburg

Trans* Block plant Die-In

Beim CSD Hamburg wollen trans* Menschen und Sexarbeiter mit einem Die-In auf Gefahren, politische Forderungen und Versorgungslücken hinweisen.