Direkt zum Inhalt
Festnahmen bei Gay-Kreuzfahrt
ANZEIGE

Festnahmen bei Gay-Kreuzfahrt Eklat um Drogen bei größter schwuler Kreuzfahrt der Welt

ms - 05.02.2026 - 09:00 Uhr
Loading audio player...

Kurz vor der Abfahrt der „Symphony of the Seas“ von Royal Caribbean im Hafen von Miami wurden neun Passagiere der geplanten schwulen Kreuzfahrt jetzt festgenommen, nachdem Drogen in ihren Gepäckstücken entdeckt worden waren. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer Rauschgiftkontrolle durch US-Zoll- und Grenzschutzbeamte.

Neun schwule Männer in Haft 

Wie die Behörden mitteilten, wurden die Gepäckstücke von geschulten Drogenspürhunden überprüft, als mehrere Koffer auffielen. Die Festnahmen ereigneten sich kurz vor dem Start der einwöchigen Karibikreise des Schiffes, die von Atlantis Events organisiert wurde – einem Unternehmen aus West Hollywood, das große Gay-Kreuzfahrten veranstaltet. Die Vorwürfe umfassen Besitz und Handel mit MDMA, LSD, Kokain sowie Ketamin und GBL und GHB, die auch bei Chemsex-Partys zum Einsatz kommen, wie Detective Joseph R. Peguero Rivera vom Miami-Dade Sheriff's Office (MDSO) in einer Stellungnahme betonte. 

Die festgenommenen Männer stammen aus verschiedenen Teilen der USA. Darunter sind auch bekannte Gesichter wie Joshua S. Eddy (41) aus West Hollywood, Kalifornien – ihm wird unter anderem der Handel mit MDMA und der Besitz weiterer Drogen vorgeworfen. Eddy, der auch in sozialen Medien aktiv ist und Inhalte für die Plattform OnlyFans produziert, wird zudem der Drogenhandel mit Methamphetamin und Ketamin zur Last gelegt. Insgesamt umfasst die Liste der inhaftierten Tatverdächtigen auch Männer aus Tennessee, San Francisco, Georgia, Washington, Arizona, Chicago, Tacoma und Miami. 

Vorfälle häufen sich 

Die Symphony of the Seas stach nach dem Polizeieinsatz wie geplant mit über 5.000 Passagieren zu einer einwöchigen Gay-Kreuzfahrt in die Karibik auf. In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Drogenüberdosierungen und medizinische Notfälle auf Kreuzfahrten für die Community. Im Januar 2024 starb ein Mann während einer ähnlichen Reise auf der Oasis of the Seas. 

Die jüngsten Festnahmen werfen in den US-Medien nun erneut Fragen zur Sicherheit auf Kreuzfahrten auf, insbesondere zu den Risiken von Drogenmissbrauch und deren Auswirkungen auf die Passagiere, wenn der nächste Hafen möglicherweise Tage entfernt ist. „Das Leben auf See birgt reale rechtliche und medizinische Risiken“, erklärte Randle Roper, ein Veranstalter schwuler Kreuzfahrten. Die meisten Anbieter würden dabei eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogen verfolgen: „Kein Urlaub ist es wert, solche Risiken einzugehen.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ehekrisen wegen Heated Rivalry

Schwule Romanze bewegt Frauen

Die Serie „Heated Rivalry“ bringt viele heterosexuelle Zuschauerinnen dazu, ihre eigenen Beziehungen zu hinterfragen, so eine neue Studie.
Schwule beim Weltuntergang

Beziehungskrise und Horror-Show

Im neuen Film „Scorch Marks“ trifft eine toxische schwule Beziehung auf Weltuntergangshorror – mit Chris Salvatore als geisterhaftem Ex.
Todesdrohungen in Utah

Schwuler Mitschüler bedroht

Ein 18-Jähriger aus Utah soll einen schwulen Ex-Mitschüler und dessen Familie mehrfach mit dem Tod bedroht haben. Nun wurde er angeklagt.
Penis-Filler endet tödlich

Influencer stirbt nach Eingriff

Ein britisch-nigerianischer Influencer stirbt nach einer Penisvergrößerung in Thailand an einer durch den Eingriff ausgelösten Lungenembolie.
Neuer Sitz für Vielfalt

Queere Stimme im SWR

Erstmals erhält der SWR-Rundfunkrat nun einen Sitz für queere Selbstvertretung. Trans* Autorin Janka Kluge übernimmt das Mandat.
Geschmacklose Veranstaltung

Aufregung an US-Universität

Ein angeblicher Charlie-Kirk-Doppelgänger-Wettbewerb an der Georgetown University sorgt vor dem ersten Todestag des Aktivisten für viel Kritik.
Neue US-Helpline für LGBTIQ+

Kalifornien plant neue Anlaufstelle

Kalifornien will einen eigenen LGBTIQ+-Zugang zur 988-Krisenhotline schaffen, falls die neue Bundeslösung queere Betroffene nicht berücksichtigt.
Eklat in Washington

Pentagon sucht queere Krankenakten

Das US-Pentagon durchsucht offenbar aktuell Militärakten gezielt nach Hinweisen auf trans* Soldaten und sorgt damit für hitzige Debatten in den USA.