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Festnahme wegen Terrorverdachts
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Festnahme wegen Terrorverdacht Rumäne soll zu Anschlägen aufgerufen haben, auch gegen LGBTIQ+

ms - 01.07.2026 - 09:00 Uhr
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Die Bundesanwaltschaft hat einen 22-jährigen rumänischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts auf rechtsterroristische Bestrebungen festnehmen lassen. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen erfolgte der Zugriff in Knittlingen im baden-württembergischen Enzkreis. Mittels einer Terrorgruppe plante der junge Mann demnach diverse Attacken, unter anderem auch gegen LGBTIQ+-Menschen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Bundesanwaltschaft lässt 22-jährigen Rumänen in Baden-Württemberg festnehmen.
  • Dem Mann wird die versuchte Gründung und Führung einer rechtsterroristischen Vereinigung vorgeworfen.
  • Nach Ermittlerangaben soll er den Sturz der rumänischen Regierung und die Errichtung eines NS-Staates geplant haben.
  • Er soll zu Terroranschlägen aufgerufen sowie Anleitungen für Spreng-, Brand- und Giftanschläge verbreitet haben.
  • Der junge Mann soll auch zu Anschlägen gegen die queere Community aufgerufen haben.

Aufbau einer Terror-Gruppe 

Dem Mann wird vorgeworfen, versucht zu haben, eine rechtsterroristische Vereinigung zu gründen und zu führen. Nach dem Stand der Ermittlungen soll sein Ziel gewesen sein, die demokratische Regierung Rumäniens zu stürzen und an ihrer Stelle einen Staat nach dem Vorbild des nationalsozialistischen Regimes zu errichten. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll der 22-Jährige seine Aktivitäten von Deutschland aus koordiniert haben. Demnach habe er versucht, in Rumänien eine terroristische Vereinigung aufzubauen, um den zur Europäischen Union gehörenden Staat zu beseitigen und durch eine Diktatur zu ersetzen, die sich am Nationalsozialismus und dem sogenannten „Dritten Reich“ orientieren sollte. Außerdem soll der Beschuldigte zu einem „Krieg des Terrors“ aufgerufen haben. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen habe er Anleitungen für Spreng- und Brandanschläge sowie Giftmorde verbreitet.

Punktesystem für Anschläge 

Bei der Suche nach Mitstreitern soll sich der Mann nach Informationen aus Ermittlerkreisen an Mechanismen aus der Gaming-Szene orientiert haben. Demnach habe er für verschiedene Arten geplanter Anschläge ein Punktesystem entwickelt, mit dem entsprechende Taten belohnt werden sollten. Er forderte dabei offenbar zu einer ganzen Reihe von Attacken auf, darunter die Verbreitung von rechtsextremen Symbolen über Brandanschläge auf LGBTIQ+-Menschen und Community-Treffpunkte bis hin zur Tötung von „Untermenschen“. Er rief ferner dazu auf, junge Mädchen zur Selbstverletzung zu verleiten und teilte demnach auch Informationen über die Herstellung von Sprengstoffen, Molotow-Cocktails und Gift, so die Bundesanwaltschaft. Nach Einschätzung der Ermittler befanden sich die mutmaßlichen Pläne allerdings noch im Versuchsstadium. Hinweise darauf, dass konkrete Anschläge unmittelbar bevorstanden, wurden zunächst nicht bekannt. Die Festnahme erfolgte im Auftrag des Generalbundesanwalts durch Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. 

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