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Festnahme von Republikaner
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Festnahme von Republikaner Vorwurf des versuchten Kindesmissbrauchs des Parteivorsitzenden

ms - 20.05.2026 - 12:30 Uhr
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Im US-Bundesstaat Colorado ist der republikanische Lokalpolitiker Hunter Rivera wegen des Verdachts auf Sexualdelikte gegen Minderjährige festgenommen worden. Der 24-Jährige trat unmittelbar nach seiner Festnahme als Vorsitzender der Republikanischen Partei im Weld County zurück, so die Ermittlungsbehörden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der republikanische Lokalpolitiker Hunter Rivera ist im US-Bundesstaat Colorado festgenommen worden.
  • Ermittler werfen dem ehemaligen Parteivorsitzenden vor, ein sexuelles Treffen mit einem Minderjährigen arrangieren zu wollen.
  • Rivera trat unmittelbar nach seiner Festnahme als Vorsitzender der Republikanischen Partei im Weld County zurück.
  • Die Ermittlungen erfolgten im Rahmen eines verdeckten Polizeieinsatzes im Internet.
  • Der Fall sorgt auch wegen wiederholter Anti-LGBTIQ+-Rhetorik innerhalb der Republikanischen Partei für Aufmerksamkeit.

Sex-Treffen mit Kind geplant

Nach Angaben des Sheriffbüros von Larimer County hatten sich Ermittler im Internet als Minderjährige ausgegeben, die sexuelle Dienstleistungen anbieten. Rivera soll daraufhin versucht haben, ein sexuelles Treffen mit einem Kind zu arrangieren. Die Behörden erhoben mehrere Anklagen gegen ihn, darunter die Kontaktaufnahme zu einer minderjährigen Prostituierten, gezielte Internet-Anbahnung mit einem Kind, die Organisation minderjähriger Prostitution im Zusammenhang mit Cyberkriminalität sowie versuchte sexuelle Gewalt gegen ein Kind.

Sheriff spricht von „moderner Sklaverei“

„Kinder sind kein Eigentum, das gekauft oder verkauft werden kann“, erklärte Sheriff John Feyen in einer Stellungnahme. „Menschenhandel ist moderne Sklaverei, und wir werden das in Larimer County nicht tolerieren. Ich hoffe, dass diese Operation eine deutliche Botschaft sendet. Es spielt keine Rolle, wer man ist – wer versucht, Kindern in unserer Gemeinschaft zu schaden, wird zur Verantwortung gezogen.“ Rivera war zuvor Vorsitzender der Sektion der Young Republicans im Norden Colorados gewesen. Vergleichbare Nachwuchsorganisationen republikanischer Politiker waren in anderen Bundesstaaten bereits wegen rassistischer und antisemitischer Aussagen einzelner Funktionäre in die Schlagzeilen geraten.

Diskussion über Anti-LGBTIQ+-Rhetorik

Der Fall sorgt auch deshalb für viel Aufmerksamkeit, weil konservative Politiker und Unterstützer der Republikanischen Partei LGBTIQ+-Menschen, Dragqueens und deren Verbündete seit Jahren wiederholt vorwerfen, Kinder gezielt für sexuellen Missbrauch zu missbrauchen beziehungsweise zu „groomen“ – obwohl dafür keine Belege vorliegen. Gleichzeitig wurden in den vergangenen Jahren immer wieder republikanische Politiker oder Parteimitglieder selbst wegen Sexualdelikten gegen Minderjährige festgenommen. Aus Weld County stammen zudem mehrere konservative Politiker, die sich gegen Rechte gleichgeschlechtlicher Paare engagiert hatten. So unterstützte der frühere Abgeordnete Stephen Humphrey Gesetzesinitiativen zur Einschränkung von Ehe- und Adoptionsrechten homosexueller Paare.

Parteiführung mit extremistischen Aussagen

Die Republikanische Partei Colorados war 2024 zeitweise von Dave Williams geführt worden. Der frühere Abgeordnete hatte LGBTIQ+-Menschen öffentlich unter anderem als „böse“ und „woke Widerlinge“ bezeichnet. Außerdem erklärte er, Pride-Flaggen sollten verbrannt werden und der Pride schade Kindern sowie der elterlichen Autorität. In parteiinternen E-Mails wurden LGBTIQ+-Amerikaner zudem als „barbarisch“, „Gruseltypen“, „degeneriert“, „gottlos“, „Kinderverführer“, „pädophile Raubtiere“, „Radikale“ und „moralisch verkommen“ bezeichnet. Im August 2024 setzte die Partei Williams wegen seiner extremistischen Positionen und innerparteilicher Konflikte als Vorsitzenden ab. Dagegen ging er juristisch vor. Seine Nachfolgerin Brita Horn leitete die Partei von März 2025 bis zu ihrem Rücktritt im April 2026. Der Vorsitz ist derzeit vakant.

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