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Fatales Sex-Date In Gera prügelte ein 25-Jähriger auf einen nackten schwulen Mann ein - nun wurde er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt

Von ms - 22.07.2025 - 12:30 Uhr
Fatales Sex-Date
Foto: IMAGO / imagebroker
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Ein 25-jähriger Mann aus Rumänien wurde jetzt in Thüringen wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen – der junge Erwachsene hatte sich für ein Sex-Date mit einem anderen Mann verabredet, das Treffen selbst eskalierte dann aber schnell. 

Sex-Date mit Verwechslung? 

Das Landgericht Gera sprach eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten aus. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich auf versuchten Mord geklagt. Im Januar dieses Jahres hatten sich die beiden Männer für ein Sex-Date verabredet. Als der 25-Jährige in der Wohnung des anderen Mannes angekommen war, wartete dieser bereits nackt in Hundestellung auf dem Bett auf ihn. 

Erst in dieser Situation soll es dem 25-Jährigen bewusst geworden sein, dass er sich mit einem anderen Mann zum Sex verabredet hatte. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, die Kommunikation online habe mittels digitaler Übersetzungshilfe stattgefunden, da er selbst der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Er sei daher davon ausgegangen, sich mit einer Frau zum Sex verabredet zu haben – fünf Tage nach der Geburt seiner Tochter. Er sei heterosexuell und sei dann von dem nackten Mann bedrängt worden. 

Sex-Suche in diversen Kategorien

Daraufhin prügelte der 25-Jährige auf sein Opfer ein, der schwule Mann erlitt mehrere Rippenbrüche, Platzwunden, massive Prellungen und eine Nasenbeinfraktur. Laut dem Anwalt des Opfers habe sich sein Mandat in dieser Stellung wartend nicht wehren können und sei von dem Angriff überrascht worden. Schlussendlich ließ der 25-Jährige von ihm ab, das Opfer blieb schwer verletzt, blutend und um Hilfe schreiend in der Wohnung zurück.  

Vor der Urteilsverkündung am vierten Prozesstag hatten auch mehrere Kriminalbeamte über die ausgewerteten Sex-Chats berichtet, die der junge Angeklagte einen guten Monat lang geführt hatte. Insgesamt werteten die Ermittler 43 Chats in verschiedenen Kategorien aus. Der junge Mann, der vor sieben Jahren von Rumänien nach Deutschland gekommen ist, hatte demnach Sex-Partner in den Kategorien „Er sucht sie“, „Er sucht ihn“ sowie „Er sucht Paar“ gesucht. Die abschließenden Plädoyers wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten. Der Angeklagte bleibt in Untersuchungshaft, bis das Urteil rechtskräftig ist.

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