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Fall Felix Nmecha Queer Football Fanclubs fordert DFB-Klarstellung

Von mr - 25.06.2026 - 17:30 Uhr
Queer Fussball Fanclubs fordert DFB-Klarstellung zu Nmecha
Foto: © IMAGO / Kirchner-Media
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Das Netzwerk Queer  Football  Fanclubs (QFF) verlangt vom Deutschen Fußball‑Bund (DFB) eine klare Abgrenzung gegenüber den religiös begründeten, queerenfeindlichen Äußerungen des Nationalspielers Felix  Nmecha, insbesondere im Kontext seiner öffentlichen Gebetsaktion bei der Fußball‑WM 2026. Die Forderung ist bedeutsam, weil sie Fragen zu Vereinbarkeit von Glaubensäußerungen und den Leitwerten des DFB aufwirft.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Felix  Nmecha bildete nach dem 7:1‑Sieg gegen Curaçao am 14. Juni 2026 gemeinsam mit Jonathan  Tah und Gegenspielern einen Gebetskreis auf dem Platz.
  • QFF‑Sprecher Sven Kistner verlangt, dass der DFB erklärt: eine konservative, homophobe religiöse Haltung habe im Verband keinen Platz.
  • DFB‑Präsident Bernd Neuendorf äußerte sich bereits, Nmecha habe sich von Homophobie‑Vorwürfen distanziert und vertraue auf dessen positive Werte.
  • In der Vergangenheit teilte Nmecha transfeindliche Beiträge über soziale Medien – etwa markierte er Posts mit Likes, die die queere Community mit dem Teufel in Verbindung brachten.

 

Forderung nach klarer Haltung

Sven  Kistner, Sprecher der Queer Football Fanclubs, forderte gegenüber der dpa, der DFB müsse deutlich Stellung beziehen und sagen, dass solche religiös fundierten, in Teilen homophoben Einstellungen keine Grundlage im Verband hätten. Der DFB stehe schließlich für Offenheit und Menschlichkeit.

 

DFB verteidigt Nmecha

DFB‑Präsident Bernd Neuendorf betonte in Interviews mit RTL/ntv, Nmecha habe sich klar positioniert und in der Vergangenheit gegen homophobe Vorwürfe distanziert. Er nehme dessen Entschuldigung „zu 100 Prozent ab“ und sehe in dem 25‑Jährigen einen Menschen, der für Menschlichkeit und Respekt stehe.

 

Nmechas frühere Beiträge

Im Jahr 2023 veröffentlichte Nmecha auf Instagram mehrfach Inhalte, die in der queeren Community als homophob oder transfeindlich eingestuft wurden. Unter anderem teilte er ein Video eines US‑Rechtsextremen, der sich über ein trans* Kind lustig machte, später gab er einem Beitrag, der „Pride“ mit dem Teufel gleichsetzt ein Like. Seine Aussagen führten schon im Vorfeld der Verpflichtung durch Borussia Dortmund zu fanseitigen Protesten.

 

Bedeutung für den DFB

Der Konflikt um Nmechas Glaubensausdruck wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderung, religiöse Selbstverortung und die Werte von Vielfalt und Toleranz im Fußball zu vereinbaren. QFF fordert klare Regeln, wann gelebter Glaube zur Grenzüberschreitung wird – und ob der DFB solche Positionen toleriert oder nicht.

 

Ausblick

Ob der DFB in den kommenden Tagen eine explizite Erklärung abgibt, bleibt offen. Die Entscheidung, ob religiös fundierte, queerfeindliche Überzeugungen im Verband weiterhin toleriert werden, könnte auch Signalwirkung für zukünftige politische und gesellschaftliche Spannungen im Sport haben.

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