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CSD-Wochenende mit Zwischenfällen
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Extremisten am CSD-Wochenende Großaufgebot der Polizei, drei Verletzte und verbale Attacken

ms - 14.07.2025 - 09:00 Uhr
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Erneut kam es am vergangenen Wochenende zu kleineren Aufmärschen von Rechtsextremisten bei CSDs, massiv eskaliert ist die Situation glücklicherweise nicht. Drei Polizisten wurden verletzt, als die Meute in Hessen mit Eisenstangen auf sie einschlug. Bei fast allen Prides war die Polizei mit einer verstärkten Mannschaft vor Ort. 

Auseinandersetzung in Fulda 

Die „Jungen Nationalisten“ marschierten so in Pirna in Sachsen sowie im hessischen Fulda auf. In Pirna protestierten die Neonazis unter dem Sloan „Unsere Stadt bleibt hetero!“ gegen die Pride-Veranstaltung, abgeschirmt von mehr als 250 Polizisten aus Land und Bund. Es blieb weitestgehend friedlich, während in Fulda Rechtsextreme mehrfach versuchten, den CSD und seine Teilnehmer zu attackieren. 

Als die Pride-Demonstration direkt an der Gruppe der Jungen Nationalisten vorbeiführte, kam es zu einem gewalttätigen Gerangel mit der Polizei, mehrfach versuchten die Rechtsextremisten dabei, die Absperrgitter zu überwinden, um CSD-Teilnehmer anzugreifen. Die Polizei konnte ein Aufeinandertreffen verhindern, drei Polizisten wurden allerdings mit Eisenstanden verletzt, ein Beamter kam mit einer Platzwunde ins Krankenhaus.

Zumeist friedlich mit ekelhaften Hass-Parolen

Inhaltlich ekelhaft wurde das Aufeinandertreffen der rechtsextremen Szene mit CSD-Teilnehmern im brandenburgischen Bernau – die Gegendemonstranten schrien lautstark Parolen wie „HIV hilf uns doch, Schwule gibt es immer noch.“ Abseits von verbalen Attacken blieb es allerdings friedlich – ähnlich wie beim CSD Nordhausen in Thüringen, wo sich CSD-Teilnehmer und Rechtsextreme beschimpften. 

In Köthen in Sachsen-Anhalt wurde der CSD zum zweiten Mal nach den rechtsextremen Bedrohungen im letzten Jahr gefeiert und blieb am vergangenen Wochenende weitestgehend friedlich – allerdings soll es laut den Veranstaltern mehrfach zu Schikane seitens der Behörden gekommen sein. Nebst kleineren Auseinandersetzungen konnten alle anderen Pride-Veranstaltungen am vergangenen Wochenende ohne gewaltvolle Angriffe stattfinden, darunter unter anderem in Bremerhaven, Bamberg, Kiel, Mannheim, Traunstein, Olpe, Memmingen, Ronnenberg, Schongau, Überlingen, Leer, Luckenwalde, Karlsfeld, Gifhorn, Nettetal, Bad Belzig, und Neuruppin.   

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