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ESC im Herbst in Asien Zehn Länder haben Teilnahme bereits zugesagt

Von ms - 31.03.2026 - 13:00 Uhr
ESC im Herbst in Asien
Foto: Eurovision
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Der Eurovision Song Contest wird erstmals einen Ableger in Asien erhalten. Wie die Veranstalter mitteilten, ist die Premiere für den 14. November 2026 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok vorgesehen, zehn Länder haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. 

Wettbewerb nach EU-Vorbild 

Rund 70 Jahre nach dem ersten Wettbewerb wird der traditionsreiche Musikwettbewerb damit interkontinental erweitert. Für die erste Ausgabe des „Eurovision Song Contest Asia“ haben bislang Künstler aus zehn Ländern ihre Teilnahme zugesagt, darunter Thailand, Südkorea, die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Kambodscha, Laos, Bangladesch, Nepal und Bhutan. Weitere Teilnehmer werden bis zum Finale erwartet.

Wie beim europäischen Vorbild sollen die Länder ihre Vertreter über nationale Vorentscheide bestimmen. Die Beiträge müssen aus Originalkompositionen bestehen, der Gesang erfolgt live. Über die Platzierungen entscheiden sowohl Fachjurys als auch das Publikum. Der Wettbewerb gilt als Karrieresprungbrett für zahlreiche internationale Stars. Dazu zählen unter anderem die schwedische Popgruppe ABBA sowie Céline Dion, die 1988 für die Schweiz gewann. Deutschland konnte den Wettbewerb bislang zweimal für sich entscheiden – 1982 mit Nicole und „Ein bisschen Frieden“ sowie 2010 mit Lena Meyer-Landrut und „Satellite“.

Was lange währt… 

Martin Green, Direktor des Wettbewerbs, erklärte: „Da wir das 70. Jubiläum des Eurovision Song Contest feiern, erscheint es besonders bedeutsam, dieses nächste Kapitel mit Asien zu eröffnen, einer Region, die reich an Kultur, Kreativität und Talent ist.“ Auch Vertreter der thailändischen Tourismusbehörde sehen in Bangkok einen geeigneten Austragungsort. Die Stadt sei „schon immer ein Ort gewesen, an dem Kulturen zusammenkommen, an dem Musik in der Luft liegt und an dem Feiern zum Alltag gehört“, sagte Chuwit Sirivajjakul, Sprecher der Behörde. 

Der Weg zu einer asiatischen Ausgabe des Wettbewerbs war jedoch lang. Bereits 2008 hatte die European Broadcasting Union entsprechende Pläne erstmals vorgestellt, die zunächst nicht umgesetzt wurden. Ein weiterer Anlauf folgte 2016 unter Beteiligung australischer Partner, blieb jedoch ebenfalls ohne Ergebnis. Erst im Hintergrund vorangetriebene Vorbereitungen, unter anderem durch die in Los Angeles ansässige Organisation Voxovation, führten nun zur konkreten Umsetzung. Die Durchführung erfolgt gemeinsam mit dem thailändischen Unternehmen S2O Productions.

Politische Spannungen auch in Asien?

Der europäische Hauptwettbewerb erreicht jährlich ein Publikum von mehr als 100 Millionen Zuschauern. Die diesjährige Ausgabe mit 35 Teilnehmerländern wird im Mai in Wien stattfinden. Allerdings wird die Veranstaltung zunehmend von politischen Spannungen begleitet. Fünf Länder, darunter Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien, boykottieren den Wettbewerb in diesem Jahr wegen Differenzen über die Teilnahme Israels. Bereits in den vergangenen Jahren hatten der Konflikt zwischen Israel und der Hamas sowie andere politische Entwicklungen Auswirkungen auf den Wettbewerb. Russland wurde nach dem Angriff auf die Ukraine 2022 ausgeschlossen und initiierte daraufhin einen eigenen Wettbewerb unter dem Namen „Intervision“. Auch für den asiatischen Ableger werden mögliche politische Spannungen nicht ausgeschlossen. So war das Gastgeberland Thailand zuletzt in Grenzkonflikte mit Kambodscha verwickelt.

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