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Englische Kirche unter Druck

Englische Kirche unter Druck Behörden prüfen nach Sodomie-Vergleichen Streichung von Privilegien

ms - 21.05.2026 - 15:15 Uhr
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Eine christliche Wohltätigkeitsorganisation aus Großbritannien gerät wegen einer erneut verbreiteten Predigt aus dem Jahr 2022 unter Druck. In der Ansprache wurden Homosexualität, Kindesmissbrauch und Sodomie miteinander in Verbindung gebracht.

Das Wichtigste im Überblick

  • Britische christliche Kirchenvereinigung wegen homophober Predigt in der Kritik
  • Pastor verband Homosexualität mit Kindesmissbrauch und Sodomie
  • Aussagen über Jungen und Vergewaltigungen sorgen für Empörung
  • Organisation erhält steuerliche Vergünstigungen als Wohltätigkeitsverein
  • Britische Aufsichtsbehörde prüft Beschwerden gegen die Kirche

„Homosexualisierung“ von Kindern

Die Predigt wurde von der „Mountain of Fire and Miracles Daniel Centre Church“ im englischen Slough in der Grafschaft Berkshire auf YouTube veröffentlicht. Darin warnte ein Prediger, der sich als „Pastor Praise“ bezeichnete, vor einer angeblichen „Homosexualisierung von Kindern“. Mehrfach stellte er homosexuelle Männer in Zusammenhang mit Kindesmissbrauch und behauptete, die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Menschen habe „tödliche“ Folgen für Kinder.

Wörtlich sagte der Pastor: „Das Problem von Vergewaltigungen in der heutigen Welt unserer Kinder ist die Tatsache, dass Jungen keine Mädchen mehr vergewaltigen. Mehr Jungen vergewaltigen jetzt Jungen.“ Die Kirche ist bei der britischen Charity Commission unter der Kategorie „Förderung der Religion“ registriert. Dadurch genießt die Organisation steuerliche Vorteile und den Status einer Wohltätigkeitsorganisation.

Scharfe Kritik 

Alejandro Sanchez von der National Secular Society kritisierte die Aussagen scharf. „Steuergelder sollten diese abscheuliche Rhetorik nicht subventionieren“, sagte er. Religiöse Wohltätigkeitsorganisationen dürften teilweise Ansichten verbreiten, „die andere Arten von Wohltätigkeitsorganisationen nicht verbreiten dürften“. Die Diskussion lenkt auch erneut Aufmerksamkeit auf das internationale Netzwerk „Mountain of Fire and Miracles“. Bereits 2017 soll eine Gemeinde der Organisation in Liverpool sogenannte Konversionstherapien praktiziert haben. Berichten zufolge gehörten dazu Gebete und Nahrungsentzug.

Ein weiterer Pastor der Organisation, Raphael Olushola Peters aus Belfast, hatte Homosexualität 2022 in einem Facebook-Beitrag mit dem „Opfern von Kindern“ verglichen. Die britische Charity Commission teilte inzwischen mit, dass die Vorwürfe geprüft würden. Ein Sprecher erklärte: „Uns wurden Bedenken hinsichtlich von Videoinhalten gemeldet, die mit der MFM Daniel Centre Church in Verbindung stehen. Wir prüfen derzeit, ob die Kommission als Regulierungsbehörde für Wohltätigkeitsorganisationen tätig werden muss.“

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