Drohungen gegen Pride Waffenfund und Gewaltandrohungen ruft FBI auf den Plan
Ein Mitarbeiter des US Postal Service ist jetzt festgenommen worden, nachdem er laut dem FBI online Gewaltandrohungen gegen eine Pride-Parade in Texas veröffentlicht haben soll. Kurz darauf wurde anderenorts ein Mann aus Puerto Rico inhaftiert, ebenso wegen massiven Gewaltandrohungen gegen die LGBTIQ+-Community und dem Fund von kinderpornografischem Material.
Das Wichtigste im Überblick
- US-Postmitarbeiter wegen Gewaltandrohungen gegen Pride-Event in Texas festgenommen
- Verdacht auf geplanten Anschlag in Lubbock
- Ermittler fanden vier Schusswaffen im Wohnhaus des Beschuldigten
- FBI nimmt zudem Mann aus Puerto Rico wegen Drohungen gegen LGBTIQ+-Community fest
- Vorwurf: Gewaltandrohungen und Verherrlichung früherer Anschläge
- Ermittler finden außerdem Kindermissbrauchsmaterial bei Online-Durchsuchung
Planung eines Anschlags in Texas
Michael Thompson aus Clovis im US-Bundesstaat New Mexico wird beschuldigt, einen Angriff auf ein Pride-Event in Lubbock angedroht zu haben. Die Festnahme erfolgte, nachdem die Behörden einen Hinweis auf entsprechende Online-Beiträge erhalten hatten. Ermittler werfen ihm laut der Strafanzeige vor, mehrere Kommentare unter einem Facebook-Beitrag des Lubbock Avalanche-Journal zu einem Pride-Event veröffentlicht und anschließend wieder gelöscht zu haben. Darunter sollen folgende Aussagen gewesen sein: „Alsoooo, was ihr sagt, ist, dass jetzt Jagdsaison ist“ sowie: „Nichts, was ein bisschen Zielübungen nicht beheben könnte.“
Laut der Anklage habe Thompson eingeräumt, die Beiträge verfasst und gelöscht zu haben, und sich selbst als USPS-Mitarbeiter bezeichnet. Wie ABC45 berichtete, habe er die Kommentare als „dumm“ bezeichnet und gegenüber Ermittlern bei seiner Festnahme erklärt, er habe „nur so dahergeredet“ und habe nicht vorgehabt, Gewalt zu verüben. Die Behörden teilten indes mit, dass bei einer Durchsuchung seines Wohnsitzes vier Schusswaffen sichergestellt wurden. Thompson sei jedoch aufgrund einer früheren Verurteilung wegen häuslicher Gewalt rechtlich vom Waffenbesitz ausgeschlossen gewesen. Ihm werden unter anderem die Übermittlung von Gewaltandrohungen über Staatsgrenzen hinweg sowie der Besitz von Waffen als vorbestrafter Straftäter vorgeworfen. Das Lubbock PRIDE-Festival fand am Wochenende dennoch ohne Zwischenfälle statt.
Mordaufruf an LGBTIQ+-Community
Kurz zuvor war es bereits zu einer weiteren Festnahme gekommen. Robinson De La Cruz Hilario aus Puerto Rico steht nach Angaben der Behörden unter Bundesanklage, er soll wiederholt Massengewalt gegen die LGBTIQ+-Community angedroht zu haben Ihm werden zudem der Besitz von kinderpornografischem Material vorgeworfen. Über einen Social-Media-Beitrag waren die Ermittler dem Mann auf die Spur gekommen. In einer eidesstattlichen Erklärung heißt es, De La Cruz habe eine taktische Karte eines als LGBTIQ+-freundlich beschriebenen Veranstaltungsortes geteilt, Statements wie „Lasst uns jede einzelne Person in der LGBTIQ-Community töten“ veröffentlicht und den Täter des Anschlags auf den Pulse-Nachtclub in Orlando im Jahr 2016 gelobt. Weitere Inhalte sollen laut Ermittlern rechtsextreme Symbolik sowie Drohungen gegen Pride-Veranstaltungen gezeigt haben.
Nach Vollstreckung eines Durchsuchungsbeschlusses hätten Ermittler auf den Onlinekonten des Beschuldigten hunderte KI-generierte oder animierte Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch sowie sieben Videos gleicher Machart gefunden. Bei einer Befragung habe De La Cruz eingeräumt, dass die Konten ihm gehörten, und bestätigt, sich mit Schusswaffen beschäftigt zu haben. Er habe jedoch erklärt, seine Beiträge seien als „Trolling“ gedacht gewesen, um Veranstalter einzuschüchtern und Pride-Events abzusagen, nicht um tatsächliche Angriffe zu planen.