Direkt zum Inhalt
Drama um Amber Glenn
ANZEIGE

Drama um Amber Glenn Patzer auf dem Eis – Madonna meldet sich mit Videobotschaft

ms - 18.02.2026 - 08:15 Uhr
Loading audio player...

Bei den Olympischen Winterspielen in Italien hat die pansexuelle US-Eiskunstläuferin Amber Glenn mit einem Patzer auf dem Eis im Kurzprogramm einen herben Rückschlag erlitten. Die 26-Jährige liegt nach einem missglückten Auftritt bei einem geplanten dreifachen Rittberger nur noch auf Rang 13, ihre Medaillenchancen dürfte damit dahin sein. Die 26-Jährige zeigte sich nach ihrem Auftritt am Dienstag tief enttäuscht und kämpfte mit den Tränen. Vorab hatte sich noch Popstar Madonna mit einer Videobotschaft bei Glenn gemeldet. 

Tränen auf dem Eis

Zunächst fand Glenn gut in ihr Programm. Beim letzten Element, einem Dreifach-Rittberger, unterlief ihr jedoch ein entscheidender Fehler: Statt der geplanten dreifachen Rotation gelang nur ein doppelter Sprung. Zwar beendete sie ihre Kür ohne weitere Patzer, doch unmittelbar nach dem Ende der Musik war ihr die Enttäuschung deutlich anzusehen. Noch im Auslaufbereich schossen ihr die Tränen in die Augen, auch bei der Bekanntgabe der Wertung konnte sie ihre Emotionen nicht verbergen. Mit 67,39 Punkten blieb sie deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück.

Für die US-Eiskunstläuferinnen steht bei diesen Spielen viel auf dem Spiel: Seit 2006 hat keine Athletin aus den Vereinigten Staaten eine Einzelmedaille gewonnen. In Italien tritt das Team mit Amber Glenn, Alysa Liu und Isabeau Levito an. Vor der Kür am Donnerstag ist die Ausgangslage schwierig. Alysa Liu liegt nach dem Kurzprogramm auf Rang drei, Isabeau Levito auf Platz acht, Amber Glenn belegt Position 13. In Führung liegen die Japanerinnen Ami Nakai und Kaori Sakamoto. Glenn sicherte sich allerdings vorab bereits Gold im Teamwettbewerb im Eiskunstlauf

Auffällige Persönlichkeit 

Glenn zählt zu den auffälligsten Persönlichkeiten dieser Winterspiele, auch wegen ihrer persönlichen Geschichte. Nach eigenen Angaben musste sie als Teenager aufgrund von Depressionen und Angstzuständen in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Als einen Auslöser nannte sie die aus ihrer Sicht toxische Vergleichskultur im Eiskunstlauf. Zudem litt sie an einer Essstörung. „Ich dachte, ich komme nirgendwo hin, und rutschte in eine schwere Depression, in der ich nicht mehr weiterleben wollte - ich wollte gar nichts mehr“, sagte Glenn in einem Porträt des Time-Magazine. 2019 machte sie öffentlich, dass sie bisexuell sowie pansexuell ist. 

Madonna meldet sich zu Wort 

Vor dem Kurzprogramm erhielt Glenn eine Videobotschaft von Popstar Madonna, zu deren Lied „Like a Prayer“ sie lief. Auch ihr Wettkampf-Kostüm ist eine direkte Hommage an die Sängerin und steht für Stärke, Authentizität und Mut. „Ich habe dich gerade zu meinem Song ‚Like A Prayer‘ tanzen sehen und war völlig überwältigt. Du bist eine unglaubliche Eiskunstläuferin. So stark, so schön, so mutig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht gewinnen wirst, deshalb möchte ich dir einfach viel Glück wünschen. Geh raus und hol dir Gold!“, so Madonna vorab mittels Videobotschaft. Sichtlich gerührt hatte sich Amber für die Unterstützung und für die Wertschätzung bei der Sängerin bedankt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Spekulationen in Marokko

Gerüchte über König Mohammed VI.

Marokkos König Mohammed VI. steht wegen seiner häufigen Abwesenheit und seiner "besonderen Nähe" zu Kampfsportler Abubakr Abu Azaitar im Fokus.
Gen Z will reich werden

Freizeit bleibt besonders wichtig

Eine neue Studie zeigt: Viele junge queer-affine Menschen wünschen sich Reichtum – trotz ihres starken Fokus auf Freizeit und Lebensqualität.
Überfall auf Asylbewerber

Schwuler Mann aus Gaza betroffen

Ein schwuler Asylsuchender aus Gaza soll in den Niederlanden mit einer Fahrradkette angegriffen worden sein. Hilfsverbände kritisieren die Behörden.
Neuigkeiten zu Perez Hilton

Über Monate im Krankenhaus

Die Verletzungen, die sich Blogger Perez Hilton zugefügt hat, sind schlimmer als angenommen – er soll über Monate oder Jahre in der Klinik bleiben.
Hayden Panettiere ist tot

Große Trauer um "Heroes"-Star

Die bisexuelle Schauspielerin Hayden Panettiere ist mit 36 Jahren gestorben. Bekannt wurde sie durch „Heroes“ und „Nashville“.
Gewalteskalation in Italien

Mob schlägt auf Schwulen ein

Der schwule Gründer eines queeren Musikkollektivs wurde in Sardinien von einem 30-köpfigen Mob mit Steinen und Faustschlägen fast tot geschlagen.
Dating-Gefahr in Australien

Lage dramatisiert sich zusehends

In Australien werden Attacken auf Schwule mittels der Dating-Masche immer mehr zum „Trend“, wie neue Studiendaten aus Victoria erneut nahelegen.
Türkei attackiert Sänger

Anklage von Matiz wegen Obszönität

Die türkische Rundfunkaufsicht geht wegen LGBTIQ+ gegen Sänger Mabel Matiz und gegen Streamingdienste wie Netflix wegen „Heartstopper Forever“ vor.
Filmpreis mit Statement

Schwule Liebesgeschichte

Der Film „Das Flussufer“ gewinnt in Locarno den Spezialpreis der Jury und erzählt von schwuler Liebe, Angst und Identität in Brasilien.