Breezy Johnson und Amber Glenn Queere Athletinnen starten erfolgreich bei Winterspielen
Das "Team LGBTIQ+" sorgt bei den Olympischen Winterspielen 2026 für Furore: Schon in den ersten Tagen holen zwei offen queere Sportlerinnen Goldmedaillen – ein historischer Meilenstein in der Geschichte des Wintersports.
Rekordstart für queere Sportlerinnen
Mit ihren Siegen setzten Breezy Johnson und Amber Glenn neue Zeichen für Diversität und Sichtbarkeit auf internationaler Bühne. Johnson triumphierte als erste offen bisexuelle Athletin im Abfahrtslauf und Glenn sicherte Gold im Teamwettbewerb im Eiskunstlauf – gleich zu ihrem Olympia-Debüt. Beide Erfolge stehen sinnbildlich für einen Rekord: Noch nie zuvor waren mehr als 41 offen queere Athletinnen und Athleten bei den Winterspielen am Start, vertreten aus dreizehn Nationen wie den USA, Deutschland, Kanada und Schweden.
Die steigende Anzahl offen queerer Sportlerinnen und Sportler wird von verschiedensten Organisationen beobachtet. Medien und Initiativen machen öffentlich sichtbar, wie sehr sich olympische Wettbewerbe im Umgang mit Vielfalt wandeln.
Persönliche Einblicke und Auswirkungen
Amber Glenn zeigte sich nach ihrem Lauf trotz Goldmedaille selbstkritisch: „Mein Bein war einfach müde, eigentlich keine Verletzung, aber die Belastung war spürbar“, verriet Glenn nach ihrem Erfolg. Breezy Johnson betonte nach ihrem historischen Triumph: „Ich wusste, ich muss über mich hinauswachsen und alles riskieren – am Ende hat genau das zum Erfolg geführt.“
Aktuelle Analysen zeigen, dass positive Reaktionen aus der queeren Community weltweit auf Social Media zu beobachten sind – Anerkennung kommt aber auch von Sportverbänden und Kommentatorinnen sowie Kommentatoren. Zugleich werden Stimmen lauter, die auf notwendigen Schutz vor Diskriminierung und tätlichen Angriffen im Umfeld des internationalen Sports hinweisen.
Der hohe Anteil offen queerer Sportlerinnen und Sportler bei diesen Winterspielen gilt als deutliches Signal: Viele Athletinnen und Athleten wagen heute ihr Coming-out, wo früher ein Karriereende befürchtet werden musste. Die International Olympic Committee (IOC) hebt immer wieder die Bedeutung von Inklusion hervor und hat etwa 2021 explizit Regelwerke weiterentwickelt, um ein faires und diskriminierungsfreies Umfeld zu ermöglichen.
In wenigen Tagen steht zudem ein weiterer historischer Moment bevor: Erstmals wird mit Elis Lundholm ein trans* Mann bei den Winterspielen an den Start gehen. Auch dieses Debüt zeigt, dass sich Strukturen im internationalen Spitzensport kontinuierlich weiterentwickeln und traditionelle Grenzen aufbrechen.