Einsatz für Ehe für Alle US-Bürgerrechtler Jesse Jackson im Alter von 84 gestorben
Der US-amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Dies gab seine Familie bekannt, die darauf hinwies, dass Jackson bis zuletzt für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenwürde eingetreten sei und friedlich im Kreis seiner Angehörigen verstarb. Sein Tod markiert das Ende eines außergewöhnlichen Lebens, das wegweisend für soziale Bewegungen in den USA und darüber hinaus war.
Unermüdlicher Einsatz für Bürgerrechte
Jackson, Gründer der Rainbow PUSH Coalition, zählte seit den 1960er Jahren weltweit zu den bekanntesten Stimmen für gesellschaftliche Teilhabe marginalisierter Gruppen. Bereits früh kämpfte er an der Seite von Martin Luther King Jr. für das Wahlrecht und die Gleichbehandlung aller in den Vereinigten Staaten lebenden Personen. Besonders engagierte er sich auch im Kampf gegen wirtschaftliche Benachteiligungen und Diskriminierung von Schwarzen, Armen und queeren Menschen. Seine beiden Kandidaturen für die demokratische Präsidentschaftsnominierung in den 1980ern gelten als Meilensteine der afroamerikanischen Teilhabe im politischen System.
Jackson setzte sich konsequent für das Recht auf Eheschließung für alle Menschen ein, unabhängig von sexueller Orientierung. 2010 sprach er sich ausdrücklich für die Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare in Kalifornien aus und bezeichnete deren Ausgrenzung als „zweite Klassengesellschaft“. Als die Präsidentschaft von Donald Trump errichtet wurde, warnte Jackson öffentlich vor Rückschritten um Jahrzehnte im Kampf für Bürgerrechte.
Nach seinem Tod betonte die Familie von Jesse Jackson: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für uns, sondern für alle Unterdrückten und Überhörten auf der Welt.“ Sie rief dazu auf, Jacksons Erbe zu würdigen, indem dessen Werte hochgehalten und weiter für Gleichstellung gekämpft werde. Die Rainbow PUSH Coalition kündigte Gedenkveranstaltungen in seiner Heimatstadt Chicago an.
Kontinuierliches Engagement bis zuletzt
Trotz einer Parkinson-Erkrankung, die er 2017 öffentlich machte, blieb Jackson bis zu seinem Tod gesellschaftlich und politisch aktiv. Viele Organisationen würdigen heute seinen herausragenden Beitrag zur Gleichstellung und den globalen Einsatz gegen Diskriminierung – auch jenseits der USA. Seine zahlreichen Auszeichnungen, darunter die französische Ehrenlegion, unterstreichen sein internationales Ansehen.
Mit dem Tod von Jesse Jackson verliert die Bürgerrechtsbewegung eine prägende Persönlichkeit. Künftige Generationen stehen nun vor der Aufgabe, Jacksons Prinzipien lebendig zu halten und sich weltweit für Menschenrechte und Inklusion einzusetzen.