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Datenleck bei Dating-Apps Betroffen sind mehrere App-Anbieter für die LGBTIQ+-Community

Von ms - 01.04.2025 - 14:00 Uhr
Datenleck bei Dating-Apps
Foto: iStock / AndreyPopov
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Nicht immer gehen schwule Männer sorgfältig mit sensiblen Daten um, sehr schnell werden gerne gerade online eindeutige Bilder geteilt – die BBC machte jetzt indes ein massives Datenleck publik. Betroffen davon sind unter anderem auch Nutzer von queeren Dating-Apps und Fetisch-Seiten. Hacker sollen insgesamt Zugriff auf rund 1,5 Millionen Bilder gehabt haben, viele davon seien explizite Nacktbilder gewesen. 

Datenleck bei fünf App-Anbietern 

Mittels eines einfachen Links konnte so offenbar jedermann auf private Fotos zugreifen, das Unternehmen dahinter – M.A.D Mobile – hatte es demnach versäumt, die Daten abzusichern und hinter einem Passwort vor unerlaubten Zugriffen zu schützen. Selbst eigentlich bereits gelöschte Bilder sollen so wieder sichtbar geworden sein. Insgesamt fünf Plattformen waren laut der BBC davon betroffen, darunter zwei Seiten für Kink-Freunde namens BDSM People und Chica sowie die drei LGBTIQ+-Apps Pink, Brish und Translove. Die fünf Anbieter haben rund 900.000 Kunden. 

Sicherheitslücke behoben 

Bereits im Januar dieses Jahres soll M.A.D Mobile auf die massive Datenlücke von Hackern von Cybernews aufmerksam gemacht worden sein, offenbar unternahm die Firma allerdings nichts dagegen. Erst nachdem sich jetzt die BBC eingeschaltet hatte, wurde das Unternehmen aktiv und beseitigte nach eigenen Angaben die Sicherheitsschwachstelle binnen kurzer Zeit. Wie es überhaupt zu dem Leck kommen konnte, ist nicht bekannt – ebenso auch nicht, wie viele sensible Daten möglicherweise durch Unbefugte anderweitig gespeichert worden sind. 

Gefahr für queere Menschen

Cybernews wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass ein erhebliches Risiko entstanden sei – zum einen könnten kriminelle Hacker nun Betroffene mit sensiblen Bildern erpressen, zum anderen existiere gerade für queere Menschen in homophoben Ländern eine große Gefahr, die teilweise auch lebensbedrohlich sein könnte. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Sicherheitslücken oder Bedenken rund um Dating-Apps für die Community. Norwegen und Großbritannien hatten in diesem Zusammenhang beide den App-Dienstleister Grindr verklagt.  

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