Coming-Out und Hochzeit TV-Moderator Marcelo Cosme bestätigt schwule Eheschließung
Der brasilianische Journalist und TV-Moderator von Globo News, Marcelo Cosme (mittig im Bild), hat sich nun offiziell in einem Interview als schwul geoutet und überdies verraten, dass er in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebt. Nach fünf Jahren Beziehung gab Cosme seine Partnerschaft nun offiziell bekannt, Freunden und Kollegen hatte er davon bereits 2024 berichtet. Die brasilianische LGBTIQ+-Community feiert den Medienmacher und betont die wichtige Vorbildfunktion für homosexuelle und queere Menschen.
Liebling im Kabel-TV
Der 46-Jährige, gebürtig aus Rio Grande, ist seit Januar 2019 Moderator und Gastgeber des Globo News Programms „Em Pauta“, in dem er politische und wirtschaftliche Debatten führt. Der 24-Stunden-Kabelnachrichtensender erreichte zusammen mit dem Free-TV regelmäßig bis zu 30 Millionen Zuschauer, Debattenformate wie jene von Cosme kommen auf rund 400.000 Zuschauer. Zuvor war Cosme unter anderem beim Jornal Nacional tätig und berichtete über historische Ereignisse in Brasília.
Über seine sozialen Medien engagiert sich Cosme für Menschenrechte und die LGBTIQ+-Community, setzt sich für inklusive Arbeitsumgebungen ein und ermutigt andere, ihre Identität offen zu leben. In der Vergangenheit wurde er für sein Engagement online mehrfach homophob angegriffen, seine Homosexualität galt in den letzten Jahren daher als „offenes Geheimnis“.
Wichtiger Einsatz für Community
Cosme heiratete im November 2024 den Arzt Frankel Brandão. Zur Feier kamen Familie, Freunde und Kollegen. In den sozialen Medien teilt das Paar Momente ihres Lebens, darunter Karnevalsbesuche und Urlaubsreisen nach Toronto, Kanada. Aus einer früheren Beziehung mit einer Frau hat der 46-Jährige einen Sohn namens Eduardo Cosme, erst mit 28 Jahren konnte Cosme sich seine Homosexualität eingestehen.
„Das öffentliche Bekenntnis von Cosme ist ein starkes Signal für Sichtbarkeit und Mut. In einem gesellschaftlichen Umfeld, das weiterhin von Herausforderungen geprägt ist, trägt sein Engagement zur Förderung von Gleichberechtigung und Respekt in Medien und Öffentlichkeit bei“, betonte ein Sprecher von Grupo Gay da Bahia (GGB). Der ältesten Schwulen-Organisation Brasiliens. In den letzten Jahren hat die brutale Gewalt gegen die LGBTIQ+-Community deutlich zugenommen, das Land hat bis heute eine der höchsten Mordraten von Homosexuellen, erst im Januar dieses Jahres schockte der Mord eines schwulen Lehrers die Community.