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Beerdigung statt Pornos Skurriles Gedenken an die verstorbene Queen Elisabeth II.

Von ms - 19.09.2022 - 16:30 Uhr
Britische Schwulensauna trauert um die Queen
Foto: iStock / VladOrlov
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Während der Trauergottesdienst heute Mittag in London zu Ehren von Queen Elisabeth II. als eines der meistgesehenen TV-Ereignisse der Welt in die Geschichte eingehen dürfte, trauern manche Briten auf ganz besondere Weise um ihre verstorbene Monarchin: Die Schwulensauna Pleasuredrome in London, eines der beliebtesten Treffpunkte für schwule Männer in der britischen Hauptstadt, erklärte, dass sie anstelle von üblicherweise Pornofilmen heute die gesamten Trauerfeierlichkeiten live in der Sauna bis zum Abend hinein übertragen wird.

Das Pleasuredrome ist Londons größte Schwulensauna und wirbt mit dem Slogan, der einzige Gay-Treffpunkt im Vereinigten Königreich zu sein, der nie schließt. Um dieses Statement nicht zu verlieren, bleibt die Sauna entgegen vieler anderer Einrichtungen wie Supermärkte und Restaurants, die aufgrund des Gedenkens an die Queen heute geschlossen haben, weiterhin geöffnet. "Die Mitarbeiter und das Management von Pleasuredrome Spa drücken gemeinsam ihre tiefe Trauer über das Ableben Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., aus. In Übereinstimmung mit den Richtlinien und Ratschlägen der Regierung wird das Pleasuredrome Spa geöffnet bleiben. Im Kino und auf der Hauptleinwand werden den ganzen Tag über Live-Events rund um die Beerdigung Ihrer verstorbenen Majestät gezeigt. Die anwesenden Gäste sind eingeladen, mit uns auf seine Majestät König Charles III. anzustoßen.“ Sex bleibt im Übrigen ausdrücklich erlaubt.

Die ersten Reaktionen in der britischen Community fallen gemischt aus – für einige ist es schlicht ein geschmackloser PR-Gag, andere sehen darin durchaus eine ganz sinnliche Form der Trauerbewältigung. Ein Besucher der Sauna fragt nach: „Wie wäre es, wenn wir im Pleasuredrome respektvoll leise vögeln würden?“ Online findet die “stille Beerdigungsorgie“ mehrheitlich durchaus Zuspruch, auch deswegen, weil die Queen sich bis zuletzt geweigert hatte, ein Statement für die Gay-Community zu setzen, beispielsweise bei den Streitigkeiten um ein Verbot von Konversionstherapien. Ein Besucher der Schwulensauna fasst es so zusammen: "Es gibt vielleicht nichts, was die seltsame und verworrene Beziehung zwischen britischen Homosexuellen und der Queen deutlicher macht, als die Beerdigung der Queen, die mit viel Sex in einer Schwulensauna stattfindet." In diesem Sinne lässt sich dann nackt in der Sauna ausrufen: Good save the King.

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