Direkt zum Inhalt
Beeindruckendes Karriere-Ende

Beeindruckendes Karriere-Ende Nach 20 Jahren an der Spitze beendet die lesbische Basketball-Ikone Diana Taurasi ihre Profi-Laufbahn

ms - 26.02.2025 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Tränenreich und höchst emotional nahm die lesbische US-Basketballerin Diana Taurasi im Alter von 42 Jahren jetzt Abschied vom Profisport. Seit rund zwanzig Jahren spielte die Kalifornierin für die Phoenix Mercury in der nordamerikanischen Profiliga Women’s National Basketball Association (WNBA) – sie ist damit eine der erfolgreichsten und besten Basketballerin in der US-Sport-Geschichte. 

Auf Erfolgsspur ohne Niederlagen 

Nach 17 Teams der US-Basketball-Liga, für die sie während ihrer gesamten Karriere gespielt hat, kann sie auf eine Sieges-Bilanz von 92:4 zurückblicken – nach 2007 verlor sie kein einziges Spiel mehr. Sie gewann dabei elf Gold- sowie zwei Bronzemedaillen. Eine Leistung, die auch bei ihren männlichen Kollegen ihresgleichen sucht. Im Jahr 2021 wurde sie bereits unter die „25 Größten Spieler der WNBA-Geschichte“ gewählt. Bei Olympia in Paris 2024 schrieb die Profisportlerin erneut Geschichte, als sie ihre sechste Goldmedaille gewann – absoluter Rekord. 

Bescheiden erklärte die 42-Jährige nach einer sechsmonatigen Bedenkzeit in dieser Woche nun nach Bekanntgabe ihres Karriere-Endes: „Mein Punkterekord oder die sechs Goldmedaillen – es wird jemand kommen, der den gleichen Hunger und die gleiche Sucht nach Basketball hat und diese Rekorde auf eine andere Art und Weise und unter einem anderen Namen aufstellen wird. Das ist es, worum es im Sport geht. Es wird Spaß machen, das zu beobachten. Aber hoffentlich nicht zu bald.“ Taurasi beendet ihre Karriere mit erstaunlichen 10.646 Punkten, mehr als 3.000 Punkte vor Tina Charles, der zweitbesten Werferin in der WNBA-Geschichte mit 7.696 Punkten. Mit 103 Assists belegt Taurasi außerdem den dritten Platz aller US-Basketballerinnen.

Die größte Gewinnerin im Basketball

Der Cheftrainer der UConn-Huskies, Geno Auriemma, der Taurasi  einst trainierte, sagte zum Karriere-Ende: „Es ist schwer in Worte zu fassen, was das bedeutet. Sie ist die größte Gewinnerin in der Geschichte des Basketballs, Punkt. Ihr Einfluss auf das Spiel ist unermesslich. Solange Menschen über College-Basketball, WNBA-Basketball und Olympischen Basketball sprechen, wird der Name Diana immer an vorderster Stelle stehen. Sie ist die beste Teamkollegin, die ich je trainiert habe.“

Während ihrer gesamten WNBA-Karriere spielte Taurasi für die Phoenix Mercury. Mercury-Eigentümer Mat Ishbia lobte den Star seines Franchise ebenso sehr herzlich: „Diana ist die Größte, die jemals das Spiel gespielt hat. Ihr Name ist mit den Phoenix Mercury untrennbar verbunden, und sie wird für immer Teil unserer Familie sein.“

Ihre private Familie sowie ihr privates Glück hat Taurasi bereits vor Jahren gefunden, 2017 heiratete sie die ehemalige, australische Basketballspielerin Penny Taylor (43), die zuletzt ebenfalls sehr erfolgreich für die WNBA gespielt und bereits 2016 ihre Karriere beendet hatte. Vor zwei Jahren war sie dann in die FIBA Hall of Fame aufgenommen worden. Gemeinsam haben Taurasi und Taylor zwei Kinder. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Männlichkeit in Millilitern

Neuer Trend unter jungen Männern

Unter jungen Männern zieht ein neuer Trend gerade immer größere Kreise – es geht dabei um die Menge des Ejakulats und damit verbundene Männlichkeit.
Allen Ginsberg wird 100

Pionier schwuler Sichtbarkeit

Vor hundert Jahren wurde der Dichter Allen Ginsberg geboren. Bis heute gilt er als eine der wichtigsten schwulen Stimmen der Literatur.
Hasswelle in Italien

10 Jahre Partnerschaftsgesetz

Mit Beginn der Pride-Saison zum zehnjährigen Jubiläum des Partnerschaftsgesetzes nehmen in Italien homophobe Hasskommentare online rapide zu.
Feuertaufe bei Rob Jetten

Erste Konflikte nach 100 Tagen

Hundert Tage nach seinem Amtsantritt hat der niederländische schwule Ministerpräsident Rob Jetten viel Stress mit seiner Minderheitsregierung.
Russlands Schulpolitik

Kritik von Amnesty International

Amnesty International wirft Russland vor, Schulen gezielt zur politischen Indoktrination zu nutzen – einschließlich einer Propaganda gegen LGBTIQ+.
Nuclear Family Month

Bizarre Aktion gegen Pride Monat

Mit einer doppeldeutigen Proklamation zum „Monat der Kernfamilie“ hat Indianas Gouverneur Braun eine politische Debatte ausgelöst.
Prozess in der Schweiz

Dating-Masche in Genf

In Genf stehen zwei junge Männer wegen mutmaßlicher Gewalt- und Betrugsdelikte vor Gericht. Die Opfer waren schwule Männer mittels der Dating-Masche.
Belastung von trans* Eltern

Sorgen um Sicherheit und Rechte

Eine neue US-Studie zeigt, dass viele trans* Eltern das gesellschaftliche Klima als starke Belastung für Familienplanung und Sicherheit empfinden.
Ermittlungen gegen Banaszak

Politiker zeigt sich kooperativ

Grünen-Chef Felix Banaszak hat offenbar zu wenig Zweitwohnsitzsteuer bezahlt. Banaszak spricht von einem Versäumnis, Kritiker von Steuerhinterziehung.