Ausschluss bei Tennis und Golf Trans* Athletinnen wehren sich gegen US-Verbote
Nachdem trans* Frauen von traditionellen US-Tenniswettbewerben ausgeschlossen wurden, haben Spielerinnen in Las Vegas nun eine eigene Liga gegründet. Die United States Tennis Association (USTA) hatte zuvor im Oktober letzten Jahres trans* Frauen von der Teilnahme an Frauenligen generell ausgeschlossen.
Neue Liga für alle
Die Gründung der neuen Liga namens „Tennis with Friends“ erfolgt vor dem Hintergrund einer sich schnell verändernden politischen und sportlichen Landschaft für trans* Athletinnen, auch in vielen anderen Sportarten wurden trans* Frauen in den USA inzwischen von der Teilnahme im Frauenbereich ausgeschlossen. Das Verbot im amerikanischen Tennis wurde dabei maßgeblich von der texanischen Regierung mit angestoßen, Generalstaatsanwalt Ken Paxton erklärte, man wolle damit verhindern, dass „die Träume so vieler Mädchen zerstört werden, indem Männern erlaubt wird, gegen Frauen in Sportarten anzutreten.“ Auf Bundesebene haben die Executive Orders von Präsident Donald Trump die Teilnahme von trans* Frauen an Sportarten eingeschränkt, aktuell ist die Sachlage auch Streit vor Gericht sowie Debatte am Supreme Court der USA.
Klage gegen Golf-Verbände
Ähnlich liegt der Fall auch im US-Golf, auch hier hat der führende professionelle Frauengolf-Zirkel der USA, die Ladies Professional Golf Association (LPGA), sowie die United States Golf Association (USGA) 2024 Verbote ausgesprochen. Dagegen klagt nun die schottische trans* Golfspielerin Hailey Davidson, die seit 2022 Mitglied der LPGA ist. Die 33-Jährige wirft den Verbänden vor, damit gegen das Antidiskriminierungsgesetz von New Jersey verstoßen zu haben. Die Klage wurde im Bundesstaat New Jersey eingereicht.
Ein Sprecher der LPGA erklärte, dass die Organisation über die Klage informiert sei und den Rechtsweg „am zuständigen Ort abwarten“ werde. Die neue Zulassungsregel sei „durch einen sorgfältigen Prozess unter Einbeziehung von Expertenmeinungen entwickelt worden und diene dem Schutz der Wettbewerbsintegrität des Spitzengolfs der Frauen“. Davidson indes kritisiert, dass sie „nicht einbezogen wurde und auch nicht um Mitwirkung gebeten wurde“ bei den Studien, die zur Grundlage der Ausschlussregelungen dienten. Sie bezeichnete sich als „die einzige aktive Golferin, die von diesen politischen Änderungen tatsächlich betroffen ist.“