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Rücktritt von Tim Cook Cook tritt als CEO zurück und wird Executive Chairman

Von ms - 21.04.2026 - 09:30 Uhr
Rücktritt von Tim Cook
Foto: IMAGO / MediaPunch
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Tim Cook tritt später in diesem Jahr von seinem Amt als CEO von Apple zurück und wird die Rolle des Executive Chairman übernehmen. Der bisherige Senior Vice President für Hardware-Entwicklung, John Ternus, wird ab dem 1. September 2026 die Führung des Unternehmens übernehmen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Tim Cook tritt als CEO von Apple zurück: Cook wird Executive Chairman, John Ternus übernimmt die CEO-Rolle.
  • Lang geplanter Übergang: Cook bleibt bis September 2026 im Amt und wird weiterhin die langfristige Strategie des Unternehmens beeinflussen.
  • Apple unter Cooks Führung: Apple erreichte eine Marktbewertung von über 4 Billionen Dollar und führte zahlreiche Innovationen ein.
  • Cook als LGBTIQ+ Vorbild: Cook war der erste offen schwule CEO eines Fortune-500-Unternehmens, setzte sich für Gleichberechtigung ein, vermeidet jedoch oft konfrontative politische Positionen.
  • Politische Verbindungen zu Trump: Cook pflegte eine positive Beziehung zur Trump-Administration

John Ternus übernimmt ab September

Cook, der Apple seit dem Tod des Mitbegründers Steve Jobs 2011 leitete, bleibt noch bis zum Sommer in seiner jetzigen Position und wird die Führung im September an Ternus übergeben, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. In seiner neuen Funktion wird Cook weiterhin eine wichtige Rolle bei der langfristigen Ausrichtung und globalen Strategie von Apple spielen. In einer Stellungnahme bezeichnete Cook die Leitung von Apple als „das größte Privileg meines Lebens“. Er drückte zugleich „vollstes Vertrauen“ in die Fähigkeit von Ternus aus, das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Der Übergang wurde als Teil einer „langfristig geplanten Nachfolge“ dargestellt, die bereits im Vorfeld von Cook und Apple sorgfältig vorbereitet worden war.

Ternus, der von Cook höchstselbst in die neue CEO-Position befördert wird, hat eine lange Karriere bei Apple und war maßgeblich an der Entwicklung von Schlüsselprodukten wie dem iPhone und dem Mac beteiligt. Seine Erfahrung in der Produktentwicklung wird als wichtige Grundlage für die zukünftige Führung des Unternehmens angesehen. Mit diesem Wechsel vollzieht Apple einen gut vorbereiteten und überlegten Übergang an der Spitze. Die Reaktion auf Cooks Rücktritt und Ternus' Beförderung dürfte jedoch auch davon abhängen, wie Apple in Zukunft mit den Herausforderungen im Bereich der globalen Politik und der Technologieinnovation umgeht.

Apple und die LGBTIQ+-Community

Während Cook an der Spitze von Apple stand, erreichte das Unternehmen zahlreiche Meilensteine. Apple wurde 2018 das erste Unternehmen, dessen Marktbewertung die 1-Billionen-Dollar-Marke überschritt und später sogar mehr als 4 Billionen Dollar erreichte. Unter Cooks Leitung expandierte das Unternehmen in neue Geschäftsbereiche wie Dienstleistungen, tragbare Geräte und Hardware-Innovationen. Apple hob in seiner Mitteilung hervor, dass Cook maßgeblich für die „außergewöhnliche Innovation“ verantwortlich war, die das Unternehmen weltweit zu einem führenden Anbieter in der Technologiebranche machte.

Cook, der 2014 als erster offen schwuler CEO eines Fortune-500-Unternehmens in die Geschichte einging, hat sich immer wieder für die Rechte von LGBTIQ+ Menschen eingesetzt. Dennoch hat er es in seiner Führung oft vermieden, seine Identität in den Mittelpunkt zu stellen. Obwohl er sich in politischen Fragen zu Gleichberechtigung äußerte, etwa bei der Ablehnung von sogenannten „Religionsfreiheitsgesetzen“, die als diskriminierend angesehen werden, verfolgte er häufig einen pragmatischen Ansatz, der ihm sowohl Lob als auch Kritik einbrachte. Einige forderten eine entschiedenere Konfrontation mit Anti-LGBTIQ+-Politikern, während andere seinen eher zurückhaltenden Ansatz als pragmatisch und effektiv sehr schätzten. 

Politische Verbindungen zu Trump

Cook ist bekannt dafür, dass er versuchte, eine positive Beziehung zur Trump-Administration zu pflegen, obwohl er wiederholt betonte, dass er „keine politische Person“ sei. 2025 überreichte er dem damaligen Präsidenten Donald Trump eine personalisierte Glasplatte auf einem 24-karätigen Goldsockel und nahm an einer Vorführung des Dokumentarfilms „Melania“, der das Leben der First Lady thematisiert, im Weißen Haus teil. Diese Nähe zur Trump-Regierung rief gemischte Reaktionen hervor, insbesondere von jenen, die einen stärkeren Widerstand gegen die Politik des ehemaligen Präsidenten erwarteten.

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