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Super Bowl mit Bunny und Gaga Überraschungsgast Ricky Martin sorgte für Begeisterung

Von ms - 09.02.2026 - 08:00 Uhr
Super Bowl mit Bunny und Gaga
Foto: IMAGO / UPI Photo
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Musiker Bad Bunny hat mit seinem Auftritt in der Halbzeitpause des Super Bowl 2026 für einen der aufsehenerregendsten Momente der Veranstaltung gesorgt. Der 31-Jährige präsentierte eine aufwendig inszenierte Show, die musikalische Vielfalt mit politischen und gesellschaftlichen Botschaften verband. Überraschende Gastauftritte von Lady Gaga (39) und Ricky Martin (54) sorgten weltweit für Aufmerksamkeit und erfreuten insbesondere die LGBTIQ+-Community im Land. Ebenso mit dabei waren Green Day. 

Frieden statt Gewalt 

Der Super Bowl, den die Seattle Seahawks für sich entschieden, bot damit eine Halbzeitshow, die weniger als klassisches Konzert angelegt war, sondern vielmehr als durchchoreografiertes Musical. Bad Bunny betrat die Bühne inmitten eines großflächigen Bühnenbilds, das einem Zuckerrohrfeld nachempfunden war. Tänzerinnen und Tänzer stellten Alltagsszenen dar, Liebespaare bewegten sich durch die Szenerie, Gewalt oder militärische Symbolik fehlten vollständig.

Im Vorfeld der Veranstaltung war die Entscheidung für Bad Bunny als Hauptact kontrovers diskutiert worden. Kritiker hatten bemängelt, dass der Künstler überwiegend auf Spanisch singt. Besonders aus rechten politischen Lagern kam Widerstand gegen seine Nominierung für die prominenteste Bühne des US-Sports. Die Show selbst setzte dem eine klare Botschaft entgegen.

Echte Hochzeit auf der Bühne

Bad Bunny, der bereits drei Grammy-Auszeichnungen erhielt und 2025 als meistgestreamter Künstler auf Spotify galt, rückte nicht ausschließlich sich selbst in den Mittelpunkt. Stattdessen teilte er die Bühne mit weiteren Künstlern und inszenierte gemeinschaftliche Momente. Einer davon war eine Eheschließung während der Show. Ein Paar, das zuvor Teil der Choreografie gewesen war, wurde von einem Geistlichen getraut. Nach Angaben aus dem Umfeld des Künstlers handelte es sich um eine reale Hochzeit. Musikalisch begleitet wurde dieser Moment von Lady Gaga, die den Song „Die with a Smile“ sang. Der englischsprachige Beitrag wurde von vielen als verbindendes Element in einer ansonsten spanisch dominierten Show verstanden.

Ricky Martin überrascht Zuschauer

Ein weiterer Überraschungsgast war Ricky Martin, der Bad Bunnys Lied „Lo Que Le Pasó Hawaii“ performte. Der Auftritt fand vor dem Hintergrund einer Bananenplantage statt. Der Song thematisiert Gentrifizierung und wirtschaftliche Verdrängung und zieht Parallelen zwischen der Entwicklung Hawaiis und Puerto Ricos. Die Darstellung wurde als politisches Statement interpretiert. Martin hatte sich im Vorfeld bereits begeistert darüber gezeigt, dass Bad Bunny der Haupt-Act der Finalshow sein würde. 

Statement über die Macht der Liebe

Den Abschluss bildete ein symbolträchtiges Finale. Bad Bunny bewegte sich mit der Flagge Puerto Ricos über die Bühne, begleitet von Tänzern, die zahlreiche Länder Lateinamerikas repräsentierten, darunter Mexiko, Argentinien und Nicaragua. Er nannte die Länder einzeln. In einer Schlusssequenz hielt er einen Football in die Kamera, auf dem für einen kurzen Moment der Satz „Together we are America“ zu lesen war. Zum Ende der Show erschien auf der Leinwand der Satz: „Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe.“ Die Inszenierung wurde vielfach als Plädoyer für Vielfalt, Zusammenhalt und kulturelle Offenheit gewertet.

Megaevent mit Megastars

Der befürchtete Eklat seitens Konservativer und der US-Regierung ist dabei ausgeblieben. Wie die Jahre zuvor sahen allein in den USA über 100 Millionen Menschen auch 2026 den Super Bowl. Der Auftritt von Weltstars zur Halbzeitshow hat dabei längst Tradition, viele Superstars der Musik wie Michael Jackson, U2, Phil Collins, Christina Aguilera, Beyoncé oder auch Prince sowie Bruce Springsteen traten in der Vergangenheit bereits auf. Unvergessen auch der Auftritt von Justin Timberlake und Janet Jackson im  Jahr 2004 inklusive der kurzzeitig entblößten Brust von Jackson, der als  „Nippelgate“ in die Geschichte einging.

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