„Anstößiger“ Beitrag LinkedIn löscht Foto eines Jungen im Kleid
Mit 15 wurde Justin Sedgwick klar, dass er schwul ist. Gleichzeitig begann er mit Crossdressing, da er sich sowohl in männlichen als auch in weiblichen Outfits wohlfühlt. Seine Angehörigen sind stolz: „Wir sind sowieso eine ziemlich offene Familie“, so Sedgwicks Mutter. „Also gab es keine große Verkündung oder so etwas.“ Ihr Sohn hätte einfach eines Abends gesagt, wie es ist, und die Familie habe geantwortet: „Okay, alles klar.“
Mit 16 offenbarte Sedgwick sich schließlich seinen Mitschüler*innen – und zwar indem er zum Abschlussball der zehnten Klasse ein elegantes, schwarzes Abendkleid trug. „Ich dachte mir, ich trage einfach ein Kleid“, so Sedgwick gegenüber Metro. „Das würde jedem zeigen, dass ich das tun kann und keine Angst habe, ich selbst zu sein.“ Der Mut des Jugendlichen wurde mit Akzeptanz belohnt.
Stolz teilte seine Mutter ein Foto ihres Sohnes vom Abschlussball auf LinkedIn – doch das Netzwerk löschte ihren Beitrag und sperrte ihr Profil. Das Foto sei von einigen Nutzer*innen als „anstößig“ gemeldet worden, hieß es auf Nachfrage. „Wirklich enttäuschend“, findet die Mutter. „Verrückt, wenn man daran denkt, wie offen und herzlich all die Kinder waren […]. Und dann fühlen sich erwachsene Menschen davon beleidigt.“ LinkedIn hat das Konto mittlerweile wiederhergestellt und sich entschuldigt.