40 Jahre AG Schwule Lehrer Noch immer haben Lehrer Angst sich zu outen
Die AG Schwule Lehrer in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft existiert seit 40 Jahren in Berlin. In einem Interview mit dem Tagesspiegel erzählt Detlef Mücke, Gründer der Gruppe, was sich seit der Gründung beim Thema Homosexualität in der Schule getan hat.
Zum Zeitpunkt der Gründung gab es Berufsverbote und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Homosexualität wurde in einer Reihe mit Sodomie, Pädophilie und sexueller Gewalt genannt, der Homosexuelle galt damals als Triebverbrecher.
Mittlerweile habe sich viel zum Positiven geändert. Es gäbe heute an vielen Berliner Schulen Diversity-Beauftragte und Handreichungen, wie man sexuelle Vielfalt für jede Altersgruppe angemessen im Unterricht behandeln kann. Allerdings gäbe es noch immer Kolleginnen und Kollegen, die Angst haben sich am Arbeitsplatz zu outen, aus Angst vor Diskriminierung und Verächtlichmachung. Zum einen müsse man die Kollegen ermutigen, offen mit ihrer sexuellen Identität umzugehen und zum anderen müsse man auch die Fragen und Vorbehalte der Jugendlichen ernst nehmen. Es bliebe also weiterhin viel zu tun.