Direkt zum Inhalt
Queeres Familiendrama

Queeres Familiendrama Trans* Frau tötet Ex-Frau und Sohn während Hockeyspiel

ms - 19.02.2026 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Eine Schießerei während eines Hockeyspiels in Rhode Island sorgt derzeit landesweit in den USA für Schlagzeilen: Die trans* Frau Roberta Esposito eröffnete demnach das Feuer auf ihre Ex-Frau Rhonda (52) und ihren 23-jährigen Sohn Aidan Dorgan, tötete beide und verletzte Rhondas Eltern sowie einen Familienfreund schwer, bevor sie sich selbst das Leben nahm. Die drei Schwerverletzten befinden sich aktuell in einem kritischem Zustand im Krankenhaus. Die Behörden bezeichneten das Attentat als "hochgradig zielgerichteten Angriff" und als einen Fall von "häuslicher Gewalt". 

Schüsse während des Spiels 

In der Lynch Arena in Pawtucket wurden am vergangenen Montag Hockeyspiele zwischen verschiedenen lokalen Schulen ausgetragen, darunter Coventry, Johnston und North Providence. Ein Video des Vorfalls zeigt, wie während des Spiels auf dem Eis Schüsse abgegeben wurden. Kurz darauf brach Panik unter den Zuschauern aus, als die Teams versuchten, die Arena zu verlassen. Die Lynch Arena befindet sich nur wenige Meilen von der Hauptstadt Providence entfernt.

Pawtuckets Polizeichefin Tina Goncalves erklärte auf einer Pressekonferenz, dass es keine Hinweise auf eine vorherige Auseinandersetzung zwischen der Täterin und den Opfern gegeben habe. Sie betonte, dass zwei am Tatort sichergestellte Waffen – eine Glock 10-mm-Pistole und eine SIG Sauer P226 – legal besessen worden seien. Goncalves berichtete weiter, dass ein Zeuge „eingeschritten und interveniert“ habe, was wahrscheinlich zum schnellen Ende des tragischen Amoklaufs geführt habe.

Hintergrund des Familiendramas

Gerichtsdokumente zeigen, dass Rhonda Dorgan im Februar 2020 die Scheidung von Roberta Esposito eingereicht hatte. Als Grund für die Trennung nannte sie „Geschlechtsumwandlung, narzisstische Züge und Persönlichkeitsstörungen“. Diese Formulierung wurde schlussendlich mit „unüberbrückbare Differenzen“ umschrieben. Im selben Monat hatte die Täterin eine Anzeige bei der Polizei erstattet, in der sie ihren Schwiegervater beschuldigte, ihr mit dem Tod gedroht zu haben. Der Schwiegervater soll außerdem einen abfälligen Begriff für trans* Personen verwendet haben, woraufhin die Polizei eine Strafanzeige gegen ihn einleitete, die jedoch später fallengelassen wurde.

Ermittlungen und soziale Medien

Die Ermittler durchforsteten seit Montag tausende Social-Media-Posts der Täterin. Polizeichefin Goncalves stellte jedoch klar, dass die Geschlechtsidentität der Täterin für die laufenden Ermittlungen „zu diesem Zeitpunkt irrelevant“ gewesen seien. „Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass die Identifikation unter dem Namen Robert erfolgte, aber wir wissen auch, dass der Verdächtige den Namen Roberta verwendete“, erklärte Goncalves. „Es scheint so, als ob der Verdächtige am Montag in Frauenkleidung vor Ort war, aber das hat die Ermittlungen nicht beeinflusst.“ Die weiteren Familienmitglieder ließen offiziell erklären: „Unsere Familie wurde für immer durch die tragischen Ereignisse in der Lynch Arena verändert. Neben diesem unvorstellbaren Verlust kämpfen die Großeltern derzeit ums Überleben.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Angriffe auf LGBTIQ+-Zentren

Rechtsextreme in Frankreich

Im Norden Frankreichs werden derzeit gezielt LGBTIQ+-Einrichtungen von Rechtsextremen attackiert, bisher wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Prideflagge Stonewall Monument

Klage gegen US-Präsident Trump

Die queere Rechtsorganisation Lambda Legal hat Klage gegen die US-Regierung aufgrund der Entfernung der Pride-Flagge am Stonewall Monument eingereicht
Neue Kritik an ICE

Anschuldigungen von schwulem Paar

Ein schwules Paar aus Aserbaidschan kritisiert die US-Einwanderungsbehörde ICE: Trotz Ausreiseabsicht müsse einer der beiden bis heute in Haft bleiben
Shia LaBeouf festgenommen

Mutmaßlicher Angriff auf Schwule

US-Schauspieler Shia LaBeouf wurde in New Orleans festgenommen, er soll zwei Schwule in einer Bar beleidigt und auf sie eingeschlagen haben.
Festnahmen bei Protesten

Queere Aktivisten in Washington DC

25 queere Aktivisten wurden vor dem US-Gesundheitsministerium festgenommen; sie hatten gegen geplante Einschränkungen im Bereich LGBTIQ+ demonstriert.
Neue Vorwürfe gegen Kaiser

Vortäuschen der Überfälle?

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt offenbar gegen den bisexuellen Schiedsrichter Pascal Kaiser. Der Vorwurf: Die Überfälle seien nur Fake gewesen.
LGBTIQ+ Rechte im Jahr 2026

Blick auf weltweite Entwicklungen

Eine neue Studie zeigt auf, dass die LGBTIQ+-Community weltweit in vielfacher Weise in diesem Jahr um ihre Rechte kämpfen wird müssen.
Dating-Masche in Australien

Erste Untersuchung beschlossen

In Australien sind seit 2024 hunderte Schwule Opfer der Dating-Masche geworden. Nun soll eine erste Untersuchung mehr Licht ins Dunkel bringen.
LGBTIQ+-Menschen in den USA

Verdopplung in nur 13 Jahren

Die Zahl der LGBTIQ+-Menschen hat sich in den USA seit 2012 verdoppelt, offenbart nun eine neue Studie. In Summe sind das mehr als 31 Millionen.