Queeres Familiendrama Trans* Frau tötet Ex-Frau und Sohn während Hockeyspiel
Eine Schießerei während eines Hockeyspiels in Rhode Island sorgt derzeit landesweit in den USA für Schlagzeilen: Die trans* Frau Roberta Esposito eröffnete demnach das Feuer auf ihre Ex-Frau Rhonda (52) und ihren 23-jährigen Sohn Aidan Dorgan, tötete beide und verletzte Rhondas Eltern sowie einen Familienfreund schwer, bevor sie sich selbst das Leben nahm. Die drei Schwerverletzten befinden sich aktuell in einem kritischem Zustand im Krankenhaus. Die Behörden bezeichneten das Attentat als "hochgradig zielgerichteten Angriff" und als einen Fall von "häuslicher Gewalt".
Schüsse während des Spiels
In der Lynch Arena in Pawtucket wurden am vergangenen Montag Hockeyspiele zwischen verschiedenen lokalen Schulen ausgetragen, darunter Coventry, Johnston und North Providence. Ein Video des Vorfalls zeigt, wie während des Spiels auf dem Eis Schüsse abgegeben wurden. Kurz darauf brach Panik unter den Zuschauern aus, als die Teams versuchten, die Arena zu verlassen. Die Lynch Arena befindet sich nur wenige Meilen von der Hauptstadt Providence entfernt.
Pawtuckets Polizeichefin Tina Goncalves erklärte auf einer Pressekonferenz, dass es keine Hinweise auf eine vorherige Auseinandersetzung zwischen der Täterin und den Opfern gegeben habe. Sie betonte, dass zwei am Tatort sichergestellte Waffen – eine Glock 10-mm-Pistole und eine SIG Sauer P226 – legal besessen worden seien. Goncalves berichtete weiter, dass ein Zeuge „eingeschritten und interveniert“ habe, was wahrscheinlich zum schnellen Ende des tragischen Amoklaufs geführt habe.
Hintergrund des Familiendramas
Gerichtsdokumente zeigen, dass Rhonda Dorgan im Februar 2020 die Scheidung von Roberta Esposito eingereicht hatte. Als Grund für die Trennung nannte sie „Geschlechtsumwandlung, narzisstische Züge und Persönlichkeitsstörungen“. Diese Formulierung wurde schlussendlich mit „unüberbrückbare Differenzen“ umschrieben. Im selben Monat hatte die Täterin eine Anzeige bei der Polizei erstattet, in der sie ihren Schwiegervater beschuldigte, ihr mit dem Tod gedroht zu haben. Der Schwiegervater soll außerdem einen abfälligen Begriff für trans* Personen verwendet haben, woraufhin die Polizei eine Strafanzeige gegen ihn einleitete, die jedoch später fallengelassen wurde.
Ermittlungen und soziale Medien
Die Ermittler durchforsteten seit Montag tausende Social-Media-Posts der Täterin. Polizeichefin Goncalves stellte jedoch klar, dass die Geschlechtsidentität der Täterin für die laufenden Ermittlungen „zu diesem Zeitpunkt irrelevant“ gewesen seien. „Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass die Identifikation unter dem Namen Robert erfolgte, aber wir wissen auch, dass der Verdächtige den Namen Roberta verwendete“, erklärte Goncalves. „Es scheint so, als ob der Verdächtige am Montag in Frauenkleidung vor Ort war, aber das hat die Ermittlungen nicht beeinflusst.“ Die weiteren Familienmitglieder ließen offiziell erklären: „Unsere Familie wurde für immer durch die tragischen Ereignisse in der Lynch Arena verändert. Neben diesem unvorstellbaren Verlust kämpfen die Großeltern derzeit ums Überleben.“