Ricky Martin in Plauderlaune Ende seiner Ehe und Gedanken über eine neue Liebe
Der puerto-ricanische schwule Musiker Ricky Martin (54) hat sich in einem Interview erneut zu zentralen Stationen seines privaten Lebens geäußert. Erst vor wenigen Tagen sprach er über sein Coming-Out. Anlass war unter anderem sein Auftritt am kommenden Samstag im deutschen Oberhausen, der einzige Termin seiner Europa-Tournee in Deutschland.
Das Wichtigste im Überblick
- Ricky Martin äußert sich zu Beziehung und Trennung von Jwan Yosef.
- Er betont die Bedeutung eines selbstbestimmten Coming-Outs ohne äußeren Druck.
- Der Musiker ist Vater von vier Kindern und setzt auf ehrliche Co-Elternschaft-Kommunikation.
- Er beschreibt seine Ehe als prägende Erfahrung voller Veränderung und Respekt.
- Martin sieht sich offen für neue Beziehungen, ohne Eile oder Kompromisse.
Vorbild in der Community
Im Mittelpunkt seiner jüngsten Aussagen stand erneut sein öffentliches Coming-Out im Jahr 2010. Dieses bezeichnete er abermals als einen der wichtigsten Schritte seines Lebens. Zugleich betonte er, dass ein Coming-Out immer unter eigenen Bedingungen erfolgen müsse und niemals durch äußeren Druck erzwungen werden dürfe, da dies potenziell gefährlich sein könne. Martin sprach außerdem über seine Rolle innerhalb der LGBTIQ+-Community. Es sei wichtig, dass Menschen Unterstützung erhielten und sich auf eine Gemeinschaft verlassen könnten, die Erfahrungen weitergebe und Schutz biete. Zugleich verwies er darauf, dass trotz Fortschritten im Bereich der Rechte noch weitere Entwicklungen notwendig seien.
Ehe-Ende und neue Liebe
Ein weiterer zentraler Punkt des Gesprächs war die Trennung von seinem Ehemann Jwan Yosef. Martin beschrieb die Ehe als prägende Phase seines Lebens, in der er eine neue Dimension von Liebe erfahren habe. Gleichzeitig erklärte er, dass sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern könnten und nicht zwingend dauerhaft seien: „Die Ehe hat mir gezeigt, dass die Menge an Liebe, die ich in mir zu haben glaubte, nichts war im Vergleich zu der Liebe, die ich entdeckt habe, als ich geheiratet habe. Wir waren ein starkes Team. Wir waren sehr verliebt. Dann ist die Zeit vergangen und die Dinge haben sich verändert. Und dann haben wir uns als reife Männer entschieden, uns zu trennen. Nichts ist ewig. Das Leben ist voller Veränderungen. Und man muss offen und bereit sein, sich zu verändern. Ich bin kein Konservativer. Ich möchte nichts bewahren. Ich mag Fortschritt. Und genauso, wie ich mich vor vielen Jahren verliebt und geheiratet habe, glaube ich, dass ich mich wieder verlieben kann. Und wieder heiraten kann. Aber ich denke, wir haben gezeigt, dass eine Ehe enden kann, ohne den Respekt zu verlieren. Das ist vielleicht die reifste Form von Vergebung“.
Zentraler Punkt bleiben die Kinder
Im Zentrum seines Familienlebens stehen seine vier Kinder, die er gemeinsam mit seinem früheren Partner im Rahmen von Co-Elternschaft erzieht. Er betonte die Bedeutung von Ehrlichkeit in der Kommunikation mit seinen Kindern und erklärte, dass Fragen stets offen beantwortet werden sollten, da Kinder Informationen langfristig verarbeiten. Die Kinder seien für ihn zudem ein wichtiger Stabilitätsfaktor, der ihm helfe, trotz öffentlicher Aufmerksamkeit geerdet zu bleiben. Der Umgang mit Ruhm erfordere innere Stabilität, die er auch durch seine Familie finde.
Zum Thema Liebe äußerte sich Martin heute reflektiert und klar in seinen Erwartungen. Er wolle keine Kompromisse bei zentralen Werten eingehen und sei offen für neue Beziehungen, jedoch ohne Eile. Abschließend beschreibt er seine Haltung als geprägt von Akzeptanz gegenüber Veränderungen und der Bereitschaft, persönliche Entwicklungen als Teil des Lebens anzunehmen.