Kirsten Stewart will weg Vertreibt die Trump-Administration die US-Schauspielerin?
Erst zu Beginn dieser Woche kritisierte US-Schauspielerin Kristen Stewart die Frauenfeindlichkeit im amerikanischen Filmbetrieb, jetzt erklärte sie, sie überlege zusammen mit ihrer Ehefrau die Vereinigten Staaten von Amerika ganz zu verlassen. Grund dafür seien „beängstigende“ Drohungen von US-Präsident Donald Trump.
Flucht aus den USA
In einem Interview mit der britischen Zeitung The Times sagte die 35-Jährige, sie werde „wahrscheinlich nicht“ mehr in den USA bleiben, sollte Trump seine angekündigten Maßnahmen in der Filmindustrie umsetzen. Trump hatte damit gedroht, Filme, die außerhalb der USA produziert werden, mit einem Zoll von 100 Prozent zu belegen. „Ich kann dort nicht mehr frei arbeiten“, so Stewart. Gleichzeitig betonte sie, sie wolle sich nicht vollständig zurückziehen. „Ich würde gerne Filme in Europa machen und sie dann den Amerikanern regelrecht aufzwingen.“
Eigene Realität erschaffen
Anlass des Interviews war Stewarts Regiedebüt „The Chronology of Water“, das Anfang März auch in Deutschland in die Kinos kommt. Der biografische Spielfilm über die Schriftstellerin und ehemalige Leistungsschwimmerin Lidia Yuknavitch wurde in Lettland gedreht. Eine Produktion in den USA sei „unmöglich“ gewesen, erklärte Stewart. Die Schauspielerin kritisierte dabei zudem Trumps politische Rhetorik scharf. „Die Realität bricht unter Trump komplett auseinander. Wir sollten uns dieses Verhalten von Trump abschauen und die Realität erschaffen, in der wir leben wollen!“
Stewart ist bisexuell und heiratete 2025 die Drehbuchautorin Dylan Meyer. Weltweit bekannt wurde sie durch ihre Rolle als Bella Swan in der Twilight-Filmreihe. Später war sie unter anderem in „Snow White and the Huntsman“, dem queeren Krimidrama „Love Lies Bleeding“ sowie in „Spencer“ als Prinzessin Diana zu sehen, für den sie eine Oscar-Nominierung erhielt. „The Chronology of Water“ mit Imogen Poots in der Hauptrolle markiert Stewarts Debüt als Spielfilmregisseurin. Der Film basiert auf Yuknavitchs gleichnamigen Memoiren und schildert deren traumatische Kindheit, den Kampf mit Suchtproblemen sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen queeren Identität. Stewart betonte, dass sie sich in Zukunft wahrscheinlich mehr auf die Arbeit als Regisseurin konzentrieren wolle.