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Elton John vor letztem Abschied

Elton John vor Abschied Ikone kehrt nach Mexiko zurück, verliert aber Prozess in England

ms - 08.07.2026 - 12:30 Uhr
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Elton John und sein Ehemann David Furnish haben einen Rechtsstreit gegen den Verlag der britischen Zeitungen „Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ verloren. Der High Court in London wies die Klage des Musikers und sechs weiterer Kläger gegen Associated Newspapers Limited (ANL) zurück. Parallel dazu kündigte John zwei Abschiedskonzerte in Mexiko an. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Elton John und sechs weitere Kläger haben einen Prozess gegen den Verlag der „Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ verloren.
  • Die Kläger hatten dem Verlag Verletzungen ihrer Privatsphäre und illegale Methoden der Informationsbeschaffung vorgeworfen.
  • Das Gericht wies die Vorwürfe zurück, weil die Anschuldigungen nicht ausreichend bewiesen werden konnten.
  • Der Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) sieht das Urteil als Bestätigung seiner journalistischen Arbeit.
  • Elton John tritt im Oktober für zwei Abschiedskonzerte in Mexiko-Stadt auf.
  • Die Konzerte sind seine ersten Auftritte dort seit 14 Jahren und sollen ein verspäteter Abschied von seinen Fans in Lateinamerika sein.

Elton John verliert Prozess 

Neben Elton John und David Furnish hatten auch Prinz Harry, Sadie Frost und Elizabeth Hurley zu den Klägern gehört. Sie warfen dem Verlag vor, ihre Privatsphäre verletzt und unrechtmäßige Methoden zur Informationsbeschaffung genutzt zu haben. Elton John und David Furnish wurden in dem Verfahren durch den Anwalt David Sherborne vertreten. Er hatte unter anderem vorgetragen, dass die Zeitungen Informationen über die Geburt ihres Sohnes veröffentlicht hätten, der durch eine Leihmutterschaft geboren wurde. Dazu habe auch die Veröffentlichung seiner Geburtsurkunde gehört, bevor das Paar selbst eine Kopie erhalten habe.

Associated Newspapers Limited (ANL), der Verlag hinter der „Daily Mail“ und der „Mail on Sunday“, hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und als „reißerisch“ und „absurd“ bezeichnet. Bereits 2023 hatte der Verlag versucht, das Verfahren abweisen zu lassen. ANL argumentierte damals, die Klagen seien „viel zu spät“ eingereicht worden. Dieser Versuch war jedoch erfolglos. Nun wurden sämtliche Ansprüche gegen den Verlag zurückgewiesen. Richter Nicklin erklärte in seinem 436 Seiten umfassenden Urteil, die Vorwürfe seien zwar schwerwiegend, müssten aber mit Beweisen belegt werden. Sie könnten nicht allein auf „Verdacht, selbst wenn dieser nachvollziehbar ist“ gestützt werden.

Der Richter akzeptierte zudem die Aussagen von ANL-Journalisten, die „rechtmäßige Erklärungen für die Beschaffung der Informationen“ geliefert hätten, die in den beanstandeten Artikeln verwendet worden waren. Außerdem stellte Nicklin fest, dass die Kläger nicht nachweisen konnten, dass drei leitende Mitarbeiter von ANL während der Leveson-Untersuchung gelogen hatten. In dieser Untersuchung hatten die Verantwortlichen erklärt, dass bei der „Daily Mail“ und der „Mail on Sunday“ keine illegalen Methoden zur Informationsbeschaffung eingesetzt worden seien.

Klatschpresse feiert Sieg

Nach dem Urteil erklärte ein Sprecher von Associated Newspapers Limited: „Dies ist eine großartige Bestätigung für die journalistische Arbeit der Daily Mail.“ Weiter sagte der Sprecher: „Die Rufschädigung gegenüber unseren anständigen und hart arbeitenden Journalisten war massiv, und heute wurden sie entlastet. Wie das Urteil eindeutig zeigt, wurde jeder einzelne Artikel auf rechtmäßige Weise recherchiert.“ Das Unternehmen kündigte außerdem an, man werde versuchen, „offene Fragen zu klären, einschließlich der Rückerstattung der Kosten, die uns entstanden sind, während wir uns gegen diese schwerwiegende Klage verteidigt haben“.

Abschiedskonzerte von John 

Parallel zu dem juristischen Erfolg des Verlages bereitet Elton John weitere Abschiedskonzerte vor. Der Musiker wird im Oktober für zwei Auftritte nach Mexiko-Stadt zurückkehren. Die Konzerte im Estadio Banorte am Freitag, 2. Oktober, und Samstag, 3. Oktober, sind seine ersten Auftritte in der Stadt seit 14 Jahren. Die Veranstaltungen sollen Elton Johns lange erwarteten Abschied von seinen mexikanischen und lateinamerikanischen Fans ermöglichen. Der ursprünglich geplante Abschnitt seiner „Farewell Yellow Brick Road“-Tour durch Lateinamerika war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

„Mexiko-Stadt hatte immer einen besonderen Platz in meinem Herzen“, sagte Elton John in einer Mitteilung. „Ich war wirklich enttäuscht, dass die Pandemie mich daran gehindert hat, während meiner Abschiedstournee durch Lateinamerika zu touren. Deshalb bedeutet diese Rückkehr für mich besonders viel. Ich freue mich sehr darauf, nach all den Jahren endlich diesen ganz besonderen Moment mit meinen Fans zu teilen.“

Elton John verbindet mit Mexiko-Stadt eine jahrzehntelange Beziehung. Sein erstes Konzert dort gab er vor 34 Jahren während der „The One“-Tour mit zwei Auftritten im Aztekenstadion. Seine bislang letzten Konzerte in der Stadt spielte er 2012 bei zwei besonderen „Elton & Ray Cooper“-Shows im Auditorio Nacional. Die angekündigten Konzerte sollen Fans aus Mexiko, Lateinamerika und anderen Teilen der Welt anziehen. Für viele Anhänger bieten sie eine der letzten Möglichkeiten, den Musiker noch einmal live auf der Bühne zu erleben. Künftig wird man John dann wahrscheinlich nur noch ähnlich wie zuvor Abba als Avatar in Las Vegas erleben können

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