Direkt zum Inhalt
HIGH SCHOOL MUSICAL

HIGH SCHOOL MUSICAL Ein besonderer Film 2006 für die schwule Community

ms - 30.01.2026 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Vor zwanzig Jahren eroberte der Disney-Konzern mit „High School Musical“ die Herzen von Teenagern weltweit – und nicht nur dort. Der Film hatte insbesondere in der schwulen Community einen besonderen Stellenwert und löste eine regelrechte Welle der Begeisterung aus. Doch warum war gerade der Film um Troy und Gabriella und ihre Musical-Träume so beliebt, und vor allem: Warum wurde Hauptdarsteller Zac Efron ein solcher Kultstar?

Verliebt in Zac Efron

In den frühen 2000ern war „High School Musical“ ein Phänomen. Während die Teenager von damals sich in die Geschichte von Troy Bolton und Gabriella Montez verliebten, konnte vor allem ein Gesicht die Aufmerksamkeit vieler Schwuler auf sich ziehen: Zac Efron. In der Rolle des Troy Bolton verkörperte Efron genau die Mischung aus Charme, Coolness und Verletzlichkeit, die gerade in der schwulen Szene so gut ankam. Während der Film vor allem die jugendliche Zielgruppe ansprach, war Efron für viele schwule Jungs und Männer der Inbegriff des Traumboy-Charakters – und das nicht nur wegen seiner Rolle, sondern auch wegen seiner Bühnenpräsenz und der Energie, die er ausstrahlte.

Für sich selbst einstehen 

Zac Efron als Troy Bolton war mehr als nur der sportliche Star und der beliebte Junge an der Highschool. In seiner Rolle als Basketball-Ass, der sich seinen Weg ins Musical bahnt und zu seiner wahren Leidenschaft steht, übernahm er die Rolle eines Jungen, der seine eigenen Ängste und Unsicherheiten überwand. Das machte ihn zu einem charismatischen, fast schon emanzipatorischen Charakter, der von vielen als Symbol für den Mut zur eigenen Identität wahrgenommen wurde – gerade auch innerhalb der schwulen Community.

Doch was vielen zunächst wie ein einfaches Teenager-Musical erschien, entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Ikone, besonders im queeren Raum. Die Geschichte von Troy und Gabriella, die trotz aller Widrigkeiten ihre Liebe zueinander und zu ihren individuellen Leidenschaften entdecken, fand Anklang bei vielen jungen Menschen, die sich selbst in den Themen von Akzeptanz und Selbstfindung wiedererkannten.

Die übertriebenen Klischees und der Teenie-Charme trugen überdies dazu bei, dass der Film eine Art schwulen Kultstatus erlangte. Besonders die fröhliche Energie und die positive Botschaft, „zu sich selbst zu stehen“, war für viele queere Zuschauer von Bedeutung. Troy war der Charakter, der vor allem auch als Symbol für die Frage nach dem eigenen Platz in einer Welt stand, die oft zu eng und vorgezeichnet erschien. Und natürlich gab es auch die unvergesslichen Momente des Films: Die Tanz- und Singnummern, die mittlerweile fast jeder auswendig kann, und die für viele zu einem festen Bestandteil der popkulturellen Erinnerung geworden sind. 

Die Botschaft, die bleibt

Trotz der anfänglichen Kritiken und der oft als kitschig empfundenen Handlung, hat „High School Musical“ eine erstaunlich lange Lebensdauer und ist bis heute ein Stück Popkultur, das vielen nicht nur als Guilty Pleasure, sondern als ein Film mit einer wichtigen Botschaft im Gedächtnis geblieben ist. Es geht nicht nur darum, in einem Musical mitzusingen oder zu tanzen – es geht darum, sich selbst zu finden und sich gegen äußere Erwartungen durchzusetzen. Es geht darum, in einer Welt voller Klischees und normativer Rollenbilder zu zeigen: „Ja, ich bin so, wie ich bin, und das ist gut so.“

Für viele in der schwulen Community war und ist High School Musical ein Film, der Mut gemacht hat – und das nicht nur, weil er musikalisch so mitreißend war, sondern auch, weil er eine Welt zeigte, in der der eigene Weg, auch wenn er gegen den Strom geht, immer noch der richtige ist. Und Zac Efron? Der blieb für viele der Traumtyp der 2000er – nicht nur wegen seines Aussehens, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er als Troy Bolton seinen Platz in der Welt suchte.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Serie über Siegfried und Roy

PETA betont Dreh ohne echte Tiere

Die Tierschutzorganisation PETA hat jetzt erklärt, dass bei der geplanten Mini-Serie über die Magier Siegfried und Roy keine echten Tiger vorkommen.
Zu fett als Model?

Tom Ford über Ashton Kutcher

Ashton Kutcher hat über seine Zeit als Model in seiner Jugend gesprochen. Tom Ford lehnte ihn einst ab, weil er mit 80 Kilogramm zu fett gewesen sei.
Take That und schwule Jungs

Karrierestart dank Gay Community

Eine dreiteilige Netflix-Doku porträtiert den Werdegang der britischen Boyband Take That, beginnend in vielen Schwulenclubs.
Kirsten Stewart will weg

Flucht aus den USA?

US-Schauspielerin Kirsten Stewart spielt mit dem Gedanken, die USA dauerhaft aufgrund der Trump-Regierung zu verlassen.
Paris Hilton und die Community

Große Solidarität mit LGBTIQ+

US-Realitystar Paris Hilton hat in einer Doku ihre Arbeit als Aktivistin betont und beteuert, immer für die LGBTIQ+-Community da zu sein, um zu helfen
Sexszenen in „Heated Rivalry“

Penissocken und echte Schamhaare

Hudson Williams plauderte jetzt Details zu den Sexszenen in "Heated Rivalry" aus: Bereits am ersten Drehtag waren beide Hauptdarsteller komplett nackt
Leckeres von Antoni Porowski

Der Queer Eye-Star als Model

Der Ärger um das unrühmliche Ende von Queer Eye scheint vergessen, nun zeigt Antoni Porowski als Unterwäschemodel, wie heiß es in der Küche zugeht.
BAFTA-Nominierungen 2026

Drei Nominierungen für Pillion

Mit drei BAFTA-Nominierungen unter anderem als Bester Film hat die schwule SM-Lovestory "Pillion" bereits jetzt Filmgeschichte geschrieben.
Vorfreude auf GNTM 2026

Finale live aus Los Angeles

In knapp zwei Wochen geht´s los mit GNTM 2026. Das Finale mit Hollywood-Touch wird dabei erstmals live aus den USA ausgestraht, so Heidi Klum.