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Die Sexualität von Charlie Hunnam

Geständnisse des Monster-Stars Bei Netflix ein Serienkiller, privat ein Unterstützer der Community

ms - 06.10.2025 - 16:00 Uhr
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Der britische Schauspieler Charlie Hunnam (45) ist der Star der Stunde, nachdem die neue Netflix-Serie „Monster: Die Geschichte von Ed Gein“ seit der Veröffentlichung Ende letzter Woche in Rekordzeit auf den ersten Platz der Charts gesprungen ist. Hunnam spielt darin den Serienkiller Ed Gein – eine brutale achtteilige Mini-Serie, entwickelt vom schwulen Serienschöpfer Ryan Murphy. Hunnam sprach nun über seine allererste Rolle – dabei spielte er einen jungen schwulen Twink extrem überzeugend. 

Vom Toyboy zum Serienkiller 

Die Rede ist natürlich von „Queer as Folk“, der britischen Originalserie – darin verkörperte er den 15-jährigen Nathan Maloney, der in die Schwulenszene Manchesters eintaucht und dem Werbemanager Stuart Alan Jones verfällt. Hunnam wurde zum Liebling der britischen Gay-Community, es folgte eine erfolgreiche Karriere – von der Serie „Sons of Anarchy“ bis hin zum Kultfilm „The Gentleman“. Sein Marktwert dürfte nun als Serienkiller noch einmal in die Höhe schießen. Ob schwule Männer indes noch immer großen Gefallen an Hunnam finden werden, bleibt abzuwarten – zwar zieht er auch in der dritten Staffel der Monster-Reihe komplett blank, hat an anderer Stelle aber Sex mit Frauenleichen. 

Unverständnis in der Familie 

Nichtsdestotrotz plauderte Hunnam jetzt gegenüber der Variety über seine erste Rolle als schwuler Teenie, damals war er gerade 18 Jahre alt geworden. „Die Teilnahme an dieser Serie hatte einige Konsequenzen“, so der 45-Jährige heute. Am Bahnhof in Preston wollte eine Gruppe junger Männer ihn schlagen, weil sie ihn für schwul hielten. Und auch sein Vater, ein „unglaublich harter Schrotthändler“ aus Newcastle, „verstand die Show nicht ganz“, so Hunnam: „Er fragte mich, ob ich schwul sei und ob dies repräsentativ für mein Leben sei.“ Es habe eine Zeit gedauert, bis sein Vater seine Meinung geändert habe – über seinen heterosexuellen Sohn ebenso wie über Homosexualität an sich. Hunnam selbst hat seitdem immer wieder als Unterstützer der Community Schlagzeilen gemacht. 

Ein ekelhafter Protagonist 

Bleibt die Frage offen, wie seine Familie nun auf die Darstellung eines Serienkillers reagiert hat – dem „Vater aller Serienmörder“, wenn man so will. Ed Geins grausame Taten waren Vorbild für Alfred Hitchcocks „Psycho“, den Kultfilm „Das Schweigen der Lämmer“ oder auch den äußert brutalen Schocker „The Texas Chain Saw Massacre“ alias „Blutgericht in Texas“. Es ist die dritte Staffel von Ryan Murphys Anthologie-Serie „Monster“, die zuvor den schwulen Serienmörder Jeffrey Dahmer und die Elternmörder Erik und Lyle Menendez porträtierte. Gein dürfte der bisher ekelhafteste Protagonist der Reihe sein, er tötete mehrere Menschen, exhumierte Leichen, hatte Sex mit Toten und nähte sich aus deren Haut einen Anzug, Lampenschirme und weitere Dekorationsutensilien. 

Hunnam brauchte nach Abschluss der Dreharbeiten eine Woche, um wieder in der Realität anzukommen: „Ehrlicherweise mag ich gar keine Horrorfilme. Ich mag keine düsteren Geschichten wie diese. Aber ich wurde so mitgerissen von Ryans Enthusiasmus und seiner künstlerischen Vision, diese Story zu entwickeln und den Menschen hinter dem Monster zu finden und herauszufinden, warum dieser Mann getan hat, was er getan hat.“ Hunnam speckte dafür sogar 14 Kilogramm ab. Um die Rolle schlussendlich wieder loszulassen, besuchte Hunnam das Grab von Gein, der 1984 im Gefängnis verstarb: „Es war sehr wichtig für mich, sein Grab zu besuchen. Ich war einige Zeit dort und sagte ihm: ‚Auf Wiedersehen. Ich gehe zurück nach Los Angeles und du kommst nicht mit mir mit.‘“ 

Staffel 4 bereits in Planung 

Für Netflix hat sich so viel Einsatz der kreativen Crew schon jetzt rentiert, die Serie schoss direkt am Startwochenende auf Platz 1 der Charts, die vierte Staffel ist bereits in Planung. Auch Hunnam dürfte sich freuen, denn er wird auch in der vierten Staffel erneut zu sehen sein, dann allerdings als Opfer. In „Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden“ spielt er den Vater der titelgebenden jungen Frau, die 1892 ihre Eltern mit einer Axt ermordet haben soll.  

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