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Filmwelt meidet Ex-Star Kevin Spacey nach Missbrauchsvorwürfen ohne Zuhause

Von tb - 20.11.2025 - 21:30 Uhr
Kevin Spacey nach Missbrauchsvorwürfen ohne Zuhause
Foto: © IMAGO / ZUMA Press
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Kevin Spacey im Tief: Oscar-Star ohne Dach über dem Kopf.

Vom roten Teppich ins Airbnb

Es klingt wie ein Hollywood-Drehbuch, doch für Kevin Spacey ist es bittere Realität: Der zweifache Oscar-Gewinner, einst gefeierter Star, lebt aktuell praktisch obdachlos. In einem Interview berichtet er, dass er „buchstäblich kein Zuhause“ mehr habe und in Hotels oder Airbnbs unterkomme – ein Absturz, den wohl kaum jemand vor ein paar Jahren für möglich gehalten hätte. Die letzten sieben Jahre, geprägt von Vorwürfen sexueller Übergriffe und daraus resultierendem Karriereknick, haben sein Vermögen drastisch geschrumpft. Wie offen er zugibt: „Ich habe sehr wenig, das reinkommt, und alles geht raus.“

 

Astronomische Kosten nach dem Skandal

Die Ursache für Spaceys schleichenden Absturz liest sich düster: Seit 2017 belasten ihn öffentlich schwere Vorwürfe und Prozesse. Dabei wurde der homosexuelle Schauspieler sowohl in New York als auch London von allen Anschuldigungen freigesprochen, zuletzt sogar von insgesamt 13 Punkten. Doch das Comeback blieb aus – gehandelt wurde er in Hollywood dennoch als Persona non grata. Die Kosten für Anwälte und verlorene Filmrollen fraßen Spaceys Reserven regelrecht auf. Die „Cancel Culture“-Debatte trifft ihn hart: Er fühlt sich öffentlich gemieden, vergleicht seine Situation sogar mit der berühmten „Hollywood Blacklist“ der 1950er, die Karrieren durch politischen Druck zerstörte.

„Man kommt da durch. ... Auf seltsame Weise habe ich das Gefühl, wieder dort zu sein, wo ich angefangen habe – nämlich einfach dorthin zu gehen, wo die Arbeit war“, so Kevin Spacey im „Daily Telegraph“, 20. November 2025.

 

Hoffnung auf ein Comeback bleibt

Trotz dieses Absturzes bleibt Spacey kämpferisch. Seine Habseligkeiten lagern eingepackt, mit dem vagen Ziel, irgendwann wieder sesshaft zu werden. Doch Hollywood bleibt reserviert, auch die internationale Filmbranche hält Abstand – ein Fakt, den jüngste Expertenanalysen bestätigen. Die Auseinandersetzung mit sogenannter „Cancel Culture“ bleibt umstritten: Während manche die strikte Reaktion von Studios als notwendiges Signal für mehr Verantwortung bewerten, sehen andere hier einen fragwürdigen Mechanismus öffentlicher Vorverurteilung.

Bleibt die Frage: Gelingt Spacey irgendwann die Rückkehr ins Rampenlicht – oder bleibt sein Beispiel das mahnende Lehrstück einer Branche, in der niemand wirklich sicher ist?

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