„The Boyfriend“ bei Netflix Schwule junge Japaner suchen im Schnee die große Liebe
Das kommt genau zur richtigen Zeit bei den kalten Temperaturen: Am Dienstag startet bei Netflix die zweite Staffel der japanischen Erfolgsserie „The Boyfriend“. Da wird einem automatisch warm ums Herz. Die Show bietet einen gemütlichen Rückzugsort für alle, die während der kalten Wintermonate nach schwuler Unterhaltung und etwas Seelenfrieden suchen.
Liebe im Schneetreiben
Die Grundidee der Show ist unkompliziert: Acht schwule Singles aus verschiedenen Lebensbereichen ziehen für zwei Monate in ein luxuriöses Haus, um miteinander zu leben, zu arbeiten und ihre Herzen füreinander zu öffnen. Ziel ist es, herauszufinden, ob zwischen den Teilnehmern echte Gefühle entstehen – ganz ohne den Druck üblicher Reality-TV-Formate.
In dieser Staffel zieht das „Green Room“-Haus von der Küste in die schneebedeckten Berge von Hokkaido, Japan. Die malerische Kulisse sorgt dafür, dass die Teilnehmer in der kalten Jahreszeit noch ein Stück näher zusammenrücken müssen. Abgesehen von der atemberaubenden Landschaft sorgt ein Panel aus Medienpersönlichkeiten, darunter die Schauspielerin Megumi und der Drag-Star Durian Lollobrigida, für zusätzliche Unterhaltung und kommentiert das Geschehen im Haus.
Ehrlich, authentisch und lebensnah
„The Boyfriend“ hebt sich durch seine unaufgeregte Herangehensweise an das Thema Dating von anderen Shows ab. Es gibt keine Eliminierungen, keine Ultimaten oder Konsequenzen für diejenigen, die bis zum Ende der Staffel keinen Partner gefunden haben. Dieser Ansatz erlaubt es den Teilnehmern, sich emotional auf ihre eigene Weise zu öffnen, ohne den Druck, schnell eine Entscheidung treffen zu müssen. Das fördert eine besondere Art von Intimität und Verletzlichkeit, die im Fernsehen sonst nur selten zu sehen ist.
Dieser erfrischende Umgang mit schwuler Romantik ist besonders bemerkenswert in Japan, wo trotz positiver Entwicklungen im Bereich LGBTIQ+-Rechte die gleichgeschlechtliche Ehe noch immer nicht legalisiert wurde und öffentlich queere und homosexuelle Prominente nach wie vor selten sind. Die Männer in „The Boyfriend“ bieten durch ihr authentisches Auftreten und das Teilen ihrer persönlichen Geschichten eine echte Möglichkeit, das öffentliche Bild von Schwulen in Japan zu verändern und sorgte daher bereits mit der ersten Staffel für viele positive Schlagzeilen.