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Angriff auf Gus Kenworthy Nach Kritik an Trump hagelte es bösartige Hass-Kommentare

Von ms - 12.02.2026 - 13:00 Uhr
Angriff auf Gus Kenworthy
Foto: IMAGO / Capital Pictures
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Der schwule Freestyle-Skifahrer Gus Kenworthy sieht sich nach einem Protestbeitrag in sozialen Medien massiven Anfeindungen ausgesetzt. Der 34-Jährige erklärte, er habe Morddrohungen erhalten, nachdem er auf Instagram ein Bild mit der in den Schnee geschriebenen Botschaft „FUCK ICE“ veröffentlicht hatte. Der Beitrag richtete sich gegen die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) und erschien im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026.

Schlimmste Morddrohungen online 

Das Foto verbreitete sich rasch im Internet. Neben Zuspruch habe er allerdings auch zahlreiche Hassnachrichten bekommen, so Kenworthy in einem Video. „ „Leute sagten mir, ich solle mich umbringen, bedrohten mich, wünschten sich, sie würden sehen, wie ich mir bei meinem Wettkampf das Knie ruiniere oder mir das Genick breche, beschimpften mich mit weiteren Beleidigungen. Es war echt verrückt.“

Kenworthy, der zunächst für das Team USA startete und 2019 zum Team Großbritannien wechselte, lebte bisher den größten Teil seines Lebens in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er äußert sich zudem seit Jahren zu politischen Themen, gerne auch immer wieder zu LGBTIQ+-Aspekten. Seine Kritik an ICE erneuerte er deswegen direkt und bezeichnete die Behörde als „teuflisch“ und „beängstigend“. Zudem warf er ihr vor, ohne ausreichende Rechenschaftspflicht zu agieren.

Kritik und Patriotismus 

Zugleich betonte er, dass Kritik an der Regierung nicht im Widerspruch zu Patriotismus stehe: „Ich glaube, manchmal vergessen die Menschen, dass man die USA lieben und stolz darauf sein kann, Amerikaner zu sein – ich bin es – und trotzdem der Meinung sein kann, dass es besser gehen könnte. Nur weil man die USA liebt, heißt das nicht, dass man zwangsweise immer hinter dieser Regierung steht. Denn das tue ich nicht.“

So forderte Kenworthy seine Follower des Weiteren dazu auf, ihre lokalen Senatoren zu kontaktieren: „Unschuldige Menschen wurden ermordet, und es reicht. Wir können nicht tatenlos zusehen, während ICE in unseren Gemeinden weiterhin mit unkontrollierter Macht agiert. Vielleicht wird dieses Video nur noch mehr Hass hervorrufen. Aber ich finde, es ist wichtig, für das einzustehen, woran wir glauben“, so der 34-Jährige weiter. 

Kenworthy wird bei den Winterspielen in Livigno für Team Großbritannien antreten. Die British Olympic Association hat Berichten zufolge inzwischen verstärkt Unterstützungssysteme eingerichtet, um Athletinnen und Athleten gegen Online-Missbrauch zu schützen. Der Silbermedaillengewinner, der sich 2015 öffentlich als schwul geoutet hat und zu den bekanntesten schwulen Sportlern im Wintersport zählt, machte deutlich, dass er trotz der Drohungen an seiner Haltung festhält und seine öffentliche Plattform weiter nutzen will.

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