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Renzi entschuldigt sich und verlässt Promis unter Palmen

„Promis unter Palmen“-Aus Anouschka Renzi entschuldigt sich für Beleidigung

tb - 03.03.2026 - 15:30 Uhr
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Wer denkt, bei „Promis unter Palmen“ weht nur laue Südseeluft, der irrt gewaltig. In der vierten Folge, die kürzlich auf Joyn Premiere feierte, sorgte Schauspielerin Anouschka Renzi für einen Eklat der Extraklasse: Bei einem handfesten Zoff nannte sie den schwulen Kandidaten Martin Angelo eine „hysterische Tunte“. Der Begriff fiel zwar nicht in der Sat.1-Ausstrahlung, wurde aber im Stream deutlich – und ließ die Wellen im Netz hochschlagen.

 

Queen unter Palmen oder Königin des Eklats?

Dass auf der Reality-Palmen-Plantage die Fetzen fliegen, ist bekannt – aber so heftig war’s selten: Martin Angelo, einstiges SCHWULISSIMO Cover-Model und Prince Charming-Star, hatte sichtlich genug von Renzis Nörgeleien, sie wiederum feuerte mit Altlasten aus dem Giftschrank der Vorurteile zurück. „Du bist einfach eine Mecker-Tante“, so Angelo höflich, doch Renzi setzte mit ihrer Bezeichnung noch einen drauf. Der Umgangston in der Villa könnte härter kaum sein – ganz zum Leidwesen der queeren Community, die zunehmend mit Ungeduld aufs Format blickt.

© Schwulissimo

Reue nach dem Regen – und große Töne

Immerhin: Später zeigte sich Anouschka Renzi einsichtig und erklärte, sie hätte nicht gewusst, wie verletzend dieses Wort sei. Eine Versöhnung? Fehlanzeige. Die Stimmung blieb frostig, Renzi ging auf eigenen Wunsch noch vor dem Staffelfinale. Martin Angelo nannte sie derweil „eine alte frustrierte Frau“ – und stellte klar, dass Unterstützung für Gays und Girls von der Schauspielerin wohl nicht zu erwarten sei.

 

Reality-TV auf dünnem Eis

Der aktuelle Vorfall ist kein Ausrutscher, sondern passt ins bunte, aber immer wieder toxische Bild von „Promis unter Palmen“. Schon die ersten Staffeln glänzten mit Skandalen: Massive Queerfeindlichkeit, Mobbing und homophobe Sprüche von Kandidat*innen gehören fast schon zur traurigen Sendungs-Tradition. Zuletzt hatte Sat.1 unter öffentlichem Druck mehrfach einschreiten und sogar eine Ausstrahlung abbrechen müssen. Noch immer fehlen eindeutige Schutzmechanismen gegen Diskriminierung im deutschen Reality-TV – das bestätigen Zahlen und Stimmen aus der Community sowie jüngste Monitoring-Berichte deutscher Medienanstalten.

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