Direkt zum Inhalt

30 bis 40 Prozent Offen schwuler Schiedsrichter über LGBTI* in Fußball-Szene

Von co - 25.08.2022 - 14:00 Uhr
Offen schwuler Schiedsrichter über LGBTI* in Fußball-Szene
Foto: © instagram.com_igorjbenevenuto
ANZEIGE
Loading audio player...

Der brasilianische FIFA-Schiedsrichter Igor Benevenuto (41) outete sich vor einigen Wochen als schwul. Zuvor hatte er sich in der Fußball-Macho-Welt versteckt, um sich zu schützen (SCHWULISSIMO berichtete).

Fast alle verstecken sich

Laut Benevenuto „leben 99,9 Prozent der Homosexuellen [im Profi-Fußball] im Verborgenen“: „Wenn wir alle Beteiligten – Funktionäre, Trainer, Spieler, Schiedsrichter – zusammennehmen, dann sind 30 bis 40 Prozent homosexuell, bisexuell oder hatten mal etwas mit einem Mann“, so Benevenuto gegenüber Spiegel. Man würde sich wundern, wer da alles eine heimliche Beziehung oder eine Scheinehe führe.

Jede Situation ist anders

Sein eigenes Coming-out empfand Benevenuto als Befreiung. Dennoch kritisierte er dabei die Schwulenfeindlichkeit im Fußball und besonders in seiner Heimat: „In Brasilien müssen Homosexuelle fürchten, nicht nur mit Worten, sondern auch körperlich angegriffen zu werden. Die Einstellung hat sich noch nicht geändert.“ Anderen würde der Schiedsrichter nicht pauschal zum Coming-out raten – es käme auf die Situation und das Umfeld der Person an: „Es sollte nicht einfach aus dir herausbrechen, dann könnte der Schaden größer sein als der Nutzen. Ich habe lange gebraucht, um zu mir selbst zu finden [und mich zu befreien]“. Das wünsche Benevenuto allen, die sich heute noch verstecken – „denn es gibt nichts Schlimmeres, als für andere und nicht für sich selbst zu leben.“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Berliner MorgenpostHakenkreuze an Berliner Uni entdeckt: „Widerspricht allem, wofür die FU steht“Berliner MorgenpostNach Razzia im queeren Zentrum „Casa Kuà“: Hunderte demonstrieren in Kreuzbergrbb24Zwei Verletzte bei Messerangriff vor queerfreundlicher BarBerliner MorgenpostFU Berlin: Immer wieder Hakenkreuze und queerfeindliche AttackenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Zoff um Marc Terenzi

Kevin erhebt Fremdgehvorwurf

Kevin Schäfer wirft Marc Terenzi nach ihrer angeblichen Nacht Betrug an dessen Freundin vor. Der Sänger hält dagegen: Es sei nur Dating gewesen.
Joe Lockes Coming-out

Erst geoutet, dann zurückgerudert

Joe Locke erzählt GQ, warum er sein Coming-out mit zwölf zurücknahm – und weshalb seine Freunde beim zweiten Anlauf kaum überrascht waren.
Troye Sivans Selbstzweifel

Schwieriges Verhältnis zu Männern

Popstar Troye Sivan erinnert sich an Ausgrenzung im Schulsport und erzählt, wie eine Lehrerin ihm half, seine Stärken zu erkennen.
Betrugsverdacht bei Joe Locke

Fremdgehen mit OnlyFans-Star?

Nach Bekanntwerden einer möglichen geheimen Beziehung zwischen Joe Locke und Sebastian Croft sorgen unbestätigte Fremdgehvorwürfe für viel Aufsehen.
Madonna bringt Hits zurück

Zehn Klassiker neu vereint

Madonna veröffentlicht im Dezember eine neue Vinyl-Ausgabe von „Celebration“ mit zehn ihrer größten Hits und zwei besonderen Farbvarianten.
Zoff ums Sommerhaus-Wiedersehen

Stoeckel und Marcell ausgeladen

Keine Einladung zum Wiedersehen: Julian F. M. Stoeckel und Marcell Damaschke sind enttäuscht. Jetzt rechnet Julian mit dem Sommerhaus ab.
Pansexueller Ray teilt aus

Klartext zum Sex-TV

Ray steht auf Menschen – und zu „Maison Tabou“. Der pansexuelle Realitystar wehrt sich gegen die Empörung über die freizügige Datingshow.
Lipgloss, Kajal und lange Haare

Modern-Talking-Star zieht Vergleich

Thomas Anders vergleicht seinen Achtziger-Look mit Bill Kaulitz – und verrät, warum ihn mit Dieter Bohlen keine private Freundschaft verband.
Nacktheit bei Orville Peck

Seine Mutter bleibt gelassen

Country-Sänger Orville Peck sorgte mit Nacktfotos für „Playgirl“ für viel Aufmerksamkeit - nur seine Mum bleib cool und gelassen.