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© sabina galja

Ohne große Renovierung So stylst du deine Wohnung im Januar

tb - 10.01.2026 - 10:00 Uhr
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Mit einfachen Mitteln frischen Wind in den Winter bringen

Schnelle Wohnideen, die Räume heller, gemütlicher und moderner wirken lassen
 

Der Januar ist der perfekte Moment, um das eigene Zuhause neu zu denken. Ohne große Umbauten, ohne Handwerker, ohne Budgetschock. Nach den Feiertagen sehnen sich viele nach klaren Linien, einer ruhigeren Atmosphäre und gleichzeitig nach mehr Wärme im Wohnraum. Die gute Nachricht: Schon kleine Anpassungen können erstaunlich viel verändern. Mit ein paar gezielten Handgriffen wird aus einem wintermüden Zimmer ein inspirierender, frischer Start in das neue Jahr. Die folgenden Ideen setzen auf leichte, sofort umsetzbare Veränderungen, die optisch Großes bewirken.

Der erste Schritt beginnt meist mit dem, was gar nichts kostet: einer neuen Ordnung. Kaum etwas verändert die Raumwirkung so sehr wie eine Befreiung von überflüssigen Dingen. Sammeln sich auf Beistelltischen kleine Dekoobjekte, Magazine und Kerzenreste, wirken Räume schnell gedrungen. Im Januar lohnt der Mut zur Reduktion. Ein paar Lieblingsstücke dürfen bleiben, der Rest wandert in Kisten oder ins Regal. Dieser visuelle Reset bringt Klarheit und schafft das perfekte Fundament für alle weiteren Stylingideen.

Ein weiterer Sofort-Effekt entsteht durch den Einsatz von Textilien. Besonders im Winter haben Stoffe die Kraft, Räume weicher und großzügiger erscheinen zu lassen. Neue Kissenhüllen, eine leichte Tagesdecke fürs Sofa oder ein wolliger Teppich können das gesamte Ambiente drehen. Trendfarben im Januar sind sanfte Naturtöne wie Elfenbein, Stein, Nebelgrau und warmes Braun. Wer etwas Mut hat, setzt auf Farbakzente wie gedämpftes Blau oder Moosgrün. Sie bringen Frische, ohne kühl zu wirken. Auch der Mix aus Texturen, etwa Bouclé, Leinen und Cord, schafft Tiefe, ohne visuell zu überladen.

Die einfachste Möglichkeit, Räume größer und luftiger erscheinen zu lassen, ist der gezielte Einsatz von Spiegeln. Im Winter, wenn das natürliche Licht knapp ist, wirken sie wie zusätzliche Fenster. Ein großformatiger Spiegel über dem Sideboard oder ein schmaler Spiegelstreifen im Flur verlängern optisch die Perspektive. Besonders effektiv: Spiegel gegenüber von Lichtquellen platzieren, denn so wird das vorhandene Licht vervielfältigt. Auch kleine Räume profitieren enorm davon, da sie sofort mehr Offenheit ausstrahlen.

Schnelle Veränderungen gelingen auch mit dem Austausch einzelner Möbelstücke, ohne gleich den gesamten Raum neu zu möblieren. Ein frischer Couchtisch, ein neuer Beistelltisch oder ein moderner Pouf können den Stil der Einrichtung deutlich beeinflussen. Im Januar liegen klare Formen und organische Rundungen im Trend. Sie bringen eine ruhige, harmonische Struktur in Räume. Wer keine neuen Möbel kaufen möchte, kann mit dem Umstellen experimentieren. Ein Sofa leicht zu drehen, einen Sessel näher ans Fenster zu rücken oder den Esstisch anders auszurichten, kann die gesamte Raumwirkung überraschend verändern.
 

© katarzyna bialasiewicz

Ein wahrer Gamechanger ist die Beleuchtung. Gerade für den Januar empfiehlt sich ein Mix aus Zonenlicht und stimmungsvollem Akzentlicht. Eine neue Stehleuchte neben dem Sofa, kleine Tischlampen in warmen Farbtönen oder LED-Streifen unter Regalböden können eine völlig neue Atmosphäre schaffen. Wichtig ist, auf eine warme Lichtfarbe zu achten, die den Raum einladend wirken lässt. Wer viel am Homeoffice-Platz sitzt, kann mit einer gut platzierten Schreibtischlampe oder einem gerichteten Spot die Produktivität steigern. Durch das bewusste Layering verschiedener Lichtquellen entsteht Tiefe und eine freundliche, wintertaugliche Stimmung.

Pflanzen sind ein weiteres unkompliziertes Stylingelement, das gerade im Januar Wunder wirkt. Während draußen alles grau wirkt, bringen Grünpflanzen Struktur, Farbe und ein Gefühl von Lebendigkeit ins Zuhause. Besonders geeignet sind großblättrige Arten, die ein Statement setzen, aber auch Hängepflanzen oder kompakte Arrangements auf Sideboards. Wer keinen grünen Daumen hat, greift zu Trockenblumen oder Zweigen. Sie wirken modern und brauchen keine Pflege, setzen aber dennoch natürliche Akzente.

Dekoration lässt sich ebenfalls erstaunlich leicht aktualisieren. Ein neuer Rahmen für das Lieblingsposter, eine Keramikvase in einer anderen Form oder ein paar schlichte Schalen aus Holz oder Stein verleihen einem Raum sofort einen neuen Ausdruck. Es geht nicht darum, möglichst viel zu dekorieren, sondern bewusst Akzente zu setzen. Weniger, aber dafür hochwertiger, lautet die Devise. Ein einzelnes, gut platziertes Objekt wirkt oft stärker als zehn kleine Dekostücke.

Auch Düfte können im Januar Teil des Wohnstylings sein. Warme, ruhige Nuancen wie Sandelholz, Vanille oder Zedernholz geben einem Raum eine sanfte Tiefe. Wer es frischer mag, greift zu Zitronengras oder Eukalyptus. Kerzen, Diffusor oder Raumsprays, alles erlaubt, solange es zum Gesamtstil passt. Düfte runden das Wohngefühl ab und schaffen eine persönliche Note.

Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Fenster. Im Winter neigen viele dazu, schwere Vorhänge geschlossen zu halten. Doch gerade jetzt profitieren Räume davon, so viel Tageslicht wie möglich hereinzulassen. Leichtere Vorhänge oder transparente Stoffe machen den Raum freundlicher. Ein gut geputztes Fenster bringt oft mehr Helligkeit, als man denkt, ein kleiner Effekt mit großer Wirkung.

Das Schöne am Januar-Styling ist die Leichtigkeit. Ohne Renovierung, ohne große Kosten und ohne Risiko lassen sich Räume neu definieren. Mit ein bisschen Mut zur Veränderung und gezielten Akzenten kann jeder Wohnraum in kurzer Zeit frischer, heller und gemütlicher werden. Der Januar ist der perfekte Monat, um das Zuhause nicht neu zu erfinden, sondern neu zu entdecken.

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