Direkt zum Inhalt
Lügenbaron vor Gericht
Foto: IMAGO / UPI Photo
ANZEIGE

Lügenbaron vor Gericht Anklage spricht von Betrug, Geldwäsche und Veruntreuung

ms - 11.05.2023 - 13:30 Uhr
Loading audio player...

Ob die zuletzt geäußerten Pläne bezüglich einer Wiederwahl des einstigen Shootingstars der Republikaner, George Santos, noch gelingen können, darf in diesen Tagen immer mehr bezweifelt werden. Einst als schwuler Vorzeige-Politiker von der Partei hofiert, sinkt der Stern des 34-Jährigen Lügenbarons immer schneller. Inzwischen gilt es als Fakt, dass Santos in den allermeisten wesentlichen Aspekten seiner Lebensgeschichte von Ausbildung, über Schulabschlüsse und angebliche Arbeitgeber an der Wall Street bis hin zu seiner Herkunft dreist gelogen hat.

Betrug, Geldwäsche und Diebstahl

Dabei sitzt der schwule Abgeordnete für seinen New Yorker Wahlbezirk erst seit November letzten Jahres im US-Repräsentantenhaus. Immer wieder wurden in den letzten Wochen Forderungen laut, der frühere Vorzeige-Republikaner müsse zurücktreten, Santos selbst lehnte das bis zuletzt ab und sprach höchstens von einer kurzen Pause seiner politischen Tätigkeiten. Nach Ermittlungen des FBIs sowie des Justizministeriums wurde jetzt allerdings Anklage gegen Santos erhoben. Die Vorwürfe: Betrug, Geldwäsche, Veruntreuung sowie Diebstahl von öffentlichen Geldern und Falschaussage vor dem US-Kongress. Kaum vor Gericht angekommen, wurde Santos deswegen jetzt auch festgenommen.

Santos plädiert auf „nicht schuldig“

Staatsanwalt Breon Peace erklärte dazu: „Diese Anklageschrift zielt darauf ab, Santos für verschiedene betrügerische Machenschaften und dreiste Falschdarstellungen zur Rechenschaft zu ziehen. Insgesamt wird Santos in der Anklageschrift beschuldigt, wiederholt Unehrlichkeit und Täuschung angewandt zu haben, um in die Hallen des Kongresses aufzusteigen und sich zu bereichern. Er nutzte politische Spenden, um sich die Taschen zu füllen, beantragte unrechtmäßig Arbeitslosengeld, die New Yorker erhalten hätten sollen, die aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren hatten, und belog das Repräsentantenhaus." Die Anklageschrift umfasst insgesamt 13 Punkte. Santos selbst plädiert weiterhin auf „nicht schuldig“.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Mehr als Dating?

Grindr will mehr als Dating

Grindr will sich vom Dating-Dienst zur digitalen Anlaufstelle für Gesundheit, Reisen und Beziehungen schwuler Männer entwickeln.
Hinhaltetaktik auf der Insel

Kirche Wales verschiebt Ehegesetz

Die Kirche in Wales verschiebt ihr geplantes Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe und will zunächst weiter über die Lehre zur Ehe beraten.
Repressionen in der Türkei

Scharfe Kritik an Europa

In der Türkei kritisieren LGBTIQ+-Aktivisten und Verbände nach den Festnahmen und Misshandlungen scharf Europas Umgang mit der Regierung Erdoğan.
Uganda massiv unter Druck

LGBTIQ+-Rechte stark eingeschränkt

Uganda wird von Freedom House erneut als „nicht frei“ eingestuft. Besonders LGBTIQ+-Menschen sind starken rechtlichen Einschränkungen ausgesetzt.
K.-o.-Tropfen im Fokus

Künftig fünf Jahre Haft

Wer K.-o.-Tropfen für Vergewaltigung oder Raub einsetzt, soll künftig mindestens fünf Jahre Haft bekommen, so die Idee der Bundesregierung.
Anti-Gender-Bewegung in Europa

Von der Straße in die Parlamente

Eine neue Studie von Forbidden Colours sieht die Anti-Gender-Bewegung inzwischen in allen 47 untersuchten europäischen Ländern verankert.
Köln stellt 70.000 Euro bereit

Hilfe gegen queerfeindliche Gewalt

Die Stadt Köln unterstützt 14 queere Projekte gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber LGBTIQ+-Menschen mit insgesamt 70.000 Euro.
Geheimes Netzwerk in Italien

Konversionstherapien unter Verdacht

In Italien gibt es Hinweise auf ein geheimes Netzwerk von Konversionstherapie-Anbietern. LGBTIQ+-Organisationen fordern Aufklärung und ein Verbot.
Angriff auf Alfonso Osnaya

Adultstar im Castro attackiert

Adultstar Alfonso Osnaya wurde in San Francisco von einigen Männern angegriffen und bewusstlos geschlagen, mutmaßlich wegen seines Jobs als Sexworker.