Direkt zum Inhalt
Haftstrafen nach Gewaltexzess
ANZEIGE

Haftstrafen nach Gewaltexzess Die Angeklagten wollten das Opfer von Homosexualität "heilen"!

ms - 03.04.2023 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Zu mehrjährigen Haftstrafen wurde jetzt zwei Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren verurteilt – die beiden Heranwachsenden hatten im Juni 2022 brutal mit Eisenstanden auf einen Studenten aus Nepal eingeschlagen, weil sie ihn für schwul gehalten hatten. Sie wollten offenbar „das Schwulsein“ aus ihm rausprügeln.

Mehrjährige Haftstrafen für Jugendliche

Das 21-jährige Opfer überlebte schwer verletzt und definiert sich selbst nicht als homosexuell. Die Jugendlichen aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf waren nach der Tat in der Marburger Innenstadt geflüchtet und einen knappen Monat später festgenommen worden. Die Richterin stellte fest, dass es sich um ein, aus Homophobie begangenes Verbrechen handelte – nur weil die beiden jungen Täter schlussendlich doch von ihrem Opfer abließen und es nicht zu Tode schlugen, wurde das Duo nicht wegen versuchten Mordes angeklagt. So lautete das Urteil schlussendlich: Drei Jahre und zehn Monate Jugendgefängnis für den 15-jährigen Angeklagten sowie vier Jahre und zehn Monate in Haft für seinen damals noch 16-jährigen Freund aufgrund von schwerer Körperverletzung. In das Urteil flossen noch weitere Taten wie schwerer Raub oder Computerbetrug aus vorherigen Prozessen mit ein.

Marburg ist geschockt von brutaler Attacke

Die Einzelheiten der Tat schockieren seit Bekanntgabe die Region. So hatten die beiden Jugendlichen den 21-jährigen Mann in einen Hinterhalt gelockt, um dann brutal immer wieder auf ihn einzuschlagen. Dabei sollen sie immer wieder geschrien haben, dass sie den jungen Mann aus Nepal so lange attackieren würden, bis er von seiner Homosexualität „geheilt“ sei – man wolle so lange zuschlagen, bis das Opfer „aufhören“ würde, schwul zu sein. Der 21-jährige Student erlitt zahlreiche Blutergüsse und Prellungen am ganzen Körper sowie mehrere Armbrüche.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

CSD Berlin abgebrochen

Auto rast in Menschenmenge

Der CSD in Berlin wurde am Samstagabend gegen 22 Uhr abgebrochen. Nach ersten Informationen ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast.
Der schwule Gentleman-Dieb

Gegenentwurf zu Sherlock Holmes

Der viktorianische Meisterdieb Raffles gilt als schwuler Gegenentwurf zu Sherlock Holmes und wurde von realen schwulen Persönlichkeiten inspiriert.
War Chopin schwul?

Neue Studie über den Komponisten

Eine neue Studie untersuchte Chopins Briefe an Männer und stellt traditionelle Erzählungen über sein Liebesleben infrage. War der Komponist schwul?
Templo zeigt Kraft und Kunst

Schwuler Pole-Star auf Welttour

Der costa-ricanische schwule Pole-Performer Templo bringt beim World Pride 2026 queere Kunst, Athletik und lateinamerikanische Kultur auf die Bühne.
Glamour trotz Hitze

Drag-Queens in der CSD-Sonne

Wenn die Temperaturen wieder Rekorde brechen, liefern sich Make-up, Mode und Sommerhitze bei CSDs einen Kampf, den meist nur der Humor gewinnt.
Team LGBTIQ+ in Glasgow

Commonwealth Games 2026

Bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow treten mehrere LGBTIQ+-Athleten an und setzen trotz kleinerem Teilnehmerfeld ein Zeichen für Vielfalt.
Ekelhafter Angriff in Kiew

Abgehackte Schweineköpfe

Ein Kiewer Schönheitssalon wurde wegen seiner LGBTIQ+-Unterstützung angegriffen: Mit Schweineköpfen sollten die Betreiber eingeschüchtert werden.
Niederlande sichert Förderung

Hilfe für queere Menschen weltweit

Die Niederlande verlängern die Förderung der COC-Arbeit und sichern damit die internationale Unterstützung für LGBTIQ+-Aktivisten in Krisenregionen.
Streit in britischer Community

Umfrage löst Diskussionen aus

Eine nicht repräsentative Umfrage unter Lesben, Schwulen und Bisexuellen sorgt derzeit für viel Kritik und Streit in Großbritannien.