Direkt zum Inhalt
17-jähriger Profi-Spieler wollte einfach nicht mehr lügen
ANZEIGE

Outing im britischen Fußball 17-jähriger Profi-Spieler wollte einfach nicht mehr lügen

co - 17.05.2022 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Jake Daniels spielt seit kurzem für den britischen Zweitliga-Verein FC Blackpool. Gestern outete er sich öffentlich als schwul. Damit ist er der einzige offen schwule aktive Fußballer in Europa und erst der zweite weltweit.

Lügen für die Karriere

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das zu tun“, so Daniels gegenüber Sky News: „Lange Zeit dachte ich, ich müsste meine Wahrheit verbergen, weil ich Profi-Fußballer werden wollte, und das bin ich jetzt.“ Ursprünglich dachte Daniels, dass er die Wahrheit verbergen müsse bis er seine aktive Fußball-Karriere beendet. Doch so lange konnte und wollte er nicht warten: „Ich wusste jedoch, dass das zu einer langen Zeit der Lüge führen würde und dass ich nicht ich selbst sein oder das Leben führen könnte, das ich möchte.“

Reaktionen seines Umfelds

Als Daniels sich seinen Team gegenüber outete, seien sie alle „irgendwie geschockt“ gewesen: Sie hätten gefragt, warum er es ihnen nicht früher erzählt habe. Vor allem der Kapitän habe ihm viele Fragen dazu gestellt und ihm versichert: „Ich bin so stolz auf dich.“ Auch seine Familie habe wunderbar reagiert – Daniels hätte sich überhaupt keine Sorgen darum machen müssen. Seither ist der Stress für den Fußballer vorbei: „Jetzt bin ich einfach selbstbewusst und glücklich, endlich ich selbst zu sein.“ 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Grausamer Mord in Italien

Sportjournalist lebendig verbrannt

In Italien wurde der vermeintlich schwule Sportjournalist Luigi Esposito lebendig verbrannt. Der Täter nennt sexuelle Annährungen als Motiv.
Forderung nach Reform

Petition für Gleichstellung

Rund 120.000 Menschen fordern jetzt eine Reform des Abstammungsrechts, damit Kinder aus Regenbogenfamilien endlich rechtlich gleichgestellt werden.
Mehr Schutz beim CSD

Hamburg reagiert auf Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD verschärft Hamburg die Sicherheitsvorkehrungen für die Pride-Demonstration am kommenden Wochenende.
Debatte nach dem Anschlag

Deutliche Kritik an der Justiz

Nach dem CSD-Anschlag fordern Politik und Experten Konsequenzen – von einer Grundgesetzänderung bis zur Aufarbeitung der Justizentscheidung.
Community unter Schock

LSVD+ fordert Konsequenzen

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD fordert der LSVD+ mehr Schutz vor queerfeindlicher Gewalt und warnt vor Instrumentalisierung.
Details über CSD-Todesopfer

Polnische Mutter starb bei Amoklauf

Das Todesopfer des Terroranschlags auf den Berliner CSD stammt aus Polen. Die Tochter der 65-Jährigen überlebte verletzt, Polen ermittelt nun selbst.
Kritik von Stefan Evers

Streit um Reaktion auf Anschlag

Nach dem Terroranschlag am Berliner CSD entbrennt zwischen CDU, Linken, Grünen und SPD ein scharfer Streit über den Umgang mit Islamismus.
Schwule Cowboys im Rampenlicht

Cowboys als Social-Media-Hit

Seit dem Nationalen Cowboy-Tag am Wochenende rücken schwule Cowboys online wieder in den Fokus – und ein altes Klischee erhält neue Aufmerksamkeit.
Sexpositive Städte weltweit

Vancouver holt deutlich auf

Die sexpositivste Stadt weltweit bleibt auch 2026 Amsterdam, doch Vancouver auf Platz 2 holt stark auf. Die erste deutsche Stadt: Köln auf Platz 4.