Neue Genetik-Studie Sexuelle Identitäten von Natur aus vielfältig und komplex
Laut einer finnischen Studie im Magazin Science ist nicht nur ein einzelnes Gen für die menschliche Sexualität und die sexuelle Orientierung verantwortlich. Vielmehr handele es sich um fünf Gene, von denen sich keines auf dem Geschlechts-Chromosom befindet. Bei der Studie des Instituts für Molekularmedizin handelt es sich um die bisher größte zum Thema mit 470.000 Teilnehmern aus Schweden, Großbritannien und den USA.
Mit dem Vorhandensein der Gene ließen sich zwischen 8 und 25 Prozent der sexuellen Orientierungen der Versuchsteilnehmer erklären. Der Fund beweise die Existenz von Zusammenhängen, die man lange vermutete. Er zeige aber auch, dass das menschliche Sexualverhalten komplex sei und sich damit nicht vollständig erklären lasse.
Laut Eric Vilain vom Zentrum für genetisch-medizinische Forschung eines US-Kinderkrankenhauses wäre das Ergebnis aussagekräftiger gewesen, wenn man die Teilnehmer explizit nach Bi- oder Homosexualität gefragt hätte anstatt nur nach gleichgeschlechtlichen Erfahrungen.