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Neuer Medikamententrend Abnehmspritze: Was sie kann und wo die Risiken liegen

Von tb - 26.07.2026 - 10:30 Uhr
Abnehmspritze
Foto: © Semaglutide
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Kaum ein Medikamententrend wird derzeit so stark diskutiert wie die sogenannte Abnehmspritze. Gemeint sind Wirkstoffe wie Semaglutid oder Tirzepatid. Ursprünglich wurden sie zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt. Heute werden sie auch bei starkem Übergewicht eingesetzt. Sie wirken auf Hormonsignale im Körper, die Hunger, Sättigung und Blutzucker beeinflussen. Viele Menschen essen dadurch weniger, fühlen sich früher satt und verlieren Gewicht.

So leicht? Fett einfach wegspritzen?

Das klingt einfach, ist es aber nicht. Die Spritze ersetzt weder Bewegung noch Ernährung noch medizinische Kontrolle. Sie ist kein Lifestyle-Produkt für ein paar Kilo weniger vor dem Sommer. Zugelassen ist sie in der Regel für Menschen mit Adipositas oder deutlichem Übergewicht plus gesundheitlichen Risikofaktoren.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Müdigkeit. Meist treten diese Beschwerden zu Beginn oder bei Dosiserhöhungen auf. Problematisch wird es, wenn Erbrechen und Durchfall zu Flüssigkeitsmangel führen. Auch Gallensteine und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse werden als mögliche Risiken genannt. Starke, anhaltende Bauchschmerzen, besonders mit Übelkeit oder Erbrechen, gehören sofort ärztlich abgeklärt.

 

Ernährung und Bewegung bleiben wichtig

Ein weiterer Punkt: Wer schnell abnimmt, verliert nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse. Deshalb sind Eiweiß, Krafttraining und regelmäßige Kontrolle wichtig. Sonst sieht die Waage besser aus, der Körper wird aber nicht automatisch gesünder.

Nicht geeignet sind diese Medikamente für alle. Bestimmte Vorerkrankungen, Schwangerschaft, einige Magen-Darm-Erkrankungen oder familiäre Risiken für seltene Schilddrüsentumoren können dagegen sprechen. Besonders riskant sind Präparate aus unseriösen Quellen oder falsch dosierte Mischungen.

 

Fazit: Die Abnehmspritze kann medizinisch sinnvoll sein. Aber nur als Therapie, nicht als Trend. Wer sie nutzt, braucht ärztliche Begleitung, realistische Erwartungen und einen Plan für die Zeit danach. 

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