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Fußball-Vereine gegen Homophobie Berliner Vereine im Bund mit LSVD

Von ms - 02.03.2022 - 15:33 Uhr
Fußball-Vereine gegen Homophobie // © imagean
Foto: Fußball-Vereine gegen Homophobie // © imagean
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Hertha BSC und der Berliner Fußball-Verband (BFV) wollen sich zusammen mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt einsetzen und rufen deswegen den Aktionsmonat gegen Homo- und Transfeindlichkeit ins Leben. Dabei fordern sie im März auch alle anderen Berliner Vereine auf: „Setzt mit uns ein Zeichen! Der BFV stellt allen Berliner Fußballvereinen Armbinden mit Regenbogen- oder Transflagge zur Verfügung!“

Gegenüber der Presse stellt Mehmet Matur, Vizepräsident für Gesellschaftliche Verantwortung des BFV, klar: 

„Diskriminierung durch Sprache ist ein Thema, das uns auf den Berliner Fußballplätzen leider noch zu häufig begegnet. Das betrifft sowohl homo- und transfeindliche Äußerungen als auch andere Formen der Ausgrenzung, wie zum Beispiel Rassismus und Antisemitismus. Nur wenn wir die verschiedenen Formen der Diskriminierung zusammen denken, können wir ihnen nachhaltig etwas entgegensetzen.“

So soll der Fokus in den nächsten Wochen auch verstärkt auf Aktionen und Veranstaltungen gelegt werden, die das Thema Sprache und den Umgang untereinander in den Mittelpunkt stellen.

Ein wichtiger Punkt, wie auch Paula Scholz, Leiterin der Kompetenz- und Koordinierungsstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im Sport des LSVD Berlin-Brandenburg, bestätigt:

„Die Art und Weise wie wir kommunizieren, leistet einen entscheidenden Beitrag, um die Teilhabe aller Menschen – egal welcher Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung – zu gewährleisten. Manche Formulierungen sprechen nicht alle Menschen an und wirken ausgrenzend. Das Ziel des Aktionsmonats ist es deshalb, auf die Bedeutung von fairer und inklusiver Sprache hinzuweisen.“

Generell ist das Thema Homosexualität sowie Transsexualität noch immer in weiten Teilen ein Tabu in der nationalen wie internationalen Fußballbranche. Zuletzt sorgte vor einem knappen Jahr Fußball-Weltmeister Philipp Lahm für Aufmerksamkeit, als er homosexuellen Spielern riet, sich in ihrer aktiven Zeit besser nicht zu outen. Aktuell sind weltweit derzeit 12 professionelle Ex-Fußballer geoutet – eine lächerlich geringe Zahl, bedenkt man, dass es allein in den Teilnehmerländern der letzten Fußball-Europameisterschaft 2021 insgesamt beinahe 33.000 professionelle Fußballspieler gibt (Quelle: Statista)

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