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Auszeichnung für LGBTI*-Inklusion Signalwirkung für die britische Regierung?

Von ms - 24.02.2022 - 13:40 Uhr
Britische Universität: Auszeichnung für LGBTI*-Inklusion // © MesquitaFMS
Foto: Britische Universität: Auszeichnung für LGBTI*-Inklusion // © MesquitaFMS
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Die Universität Plymouth hat von der Wohltätigkeitsorganisation Stonewall eine goldene Auszeichnung für ihre Arbeit zur Förderung der Inklusion von LGBTI*-Menschen erhalten. Die hohe Ehrung fiel auf die Universität, weil sie sich in besonderem Maße für die Rechte und die Integration von allen LGBTI*-Personen an der Bildungseinrichtung einsetze. Dabei geht es auch um die Angestellten der Universität, die sich hier als queere Personen sicher fühlen können.

Ähnlich wie in Deutschland verbergen auch in Großbritannien etwa ein Drittel aller queeren Menschen ihre Sexualität am Arbeitsplatz. Einer von fünf LGBTI*-Menschen im Vereinigten Königreich ist laut Stonewall bereits zur Zielscheibe von Hasskommentaren und Anfeindungen geworden.

Die Universität Plymouth will mit seiner offenen Herangehensweise die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen sowie Queers fördern und gehört damit zu den Top-10-Bildungseinrichtungen des Landes. Im Rahmen seiner Initiative „Bring Yourself To Work“ hat Stonewall seine Top-100-Arbeitgeberliste veröffentlicht und eine Reihe von Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnungen an Organisationen vergeben, um deren Integrationsarbeit zu würdigen.

Die Universität ist auch Sponsor des Plymouth Prides // © plymouth.ac.uk

Die Universität erhielt eine goldene Auszeichnung für ihre Leitlinien zur Verwendung von Pronomen, für die Feier von LGBTI*-Veranstaltungen über ihre internen und externen Kanäle und für die Einführung von Rückzugs- und Schutzräumen für LGBTI*-Mitarbeiter und -Studenten auf dem gesamten Campus.

Gegenüber der BBC zeigte sich Professor Sube Banerjee, Vorsitzender des Ausschusses für Gleichstellung, Vielfalt und Integration der Universität und geschäftsführender Dekan der Fakultät für Gesundheit, sehr erfreut: "Dies ist ein fantastisches Zeugnis für die wunderbare Arbeit, die Mitarbeiter und Studenten geleistet haben, um eine wirklich integrative Kultur aufzubauen." Alice Ludgate, die Leiterin des Studentenwerks und LGBTI*-Beauftragte, ergänzte: "Wir werden weiter zuhören und lernen - die Arbeit der Universität wird hier nicht aufhören.“

Zeigte sich erfreut. Professor Sube Banerjee // © plymouth.ac.uk

Die Auszeichnung ist auch deswegen von besonderer Bedeutung, da die britische Regierung und allen voran Premierminister Boris Johnson auf Zeit spielt in puncto LGBTI*-Gleichberechtigung und -Schutz.

Aktuell wird einmal mehr über das Verbot von Konversionstherapien gestritten, eine finale Abstimmung dabei aber stets erneut verschoben. Die Hinhaltetaktik sorgte zuletzt auch in Schottland für Ärger – das schottische Parlament für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Ziviljustiz (EHRCJ) hat sich deutlich für ein Verbot von Konversionstherapien in Schottland ausgesprochen – im Notfall auch im Alleingang ohne Großbritannien.

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