Direkt zum Inhalt

Die Zeit ist gekommen Ehe für alle bald endlich auch in Chile

Von co - 29.11.2021 - 13:00 Uhr
Ehe für alle bald endlich auch in Chile
Foto: © diegograndi
ANZEIGE
Loading audio player...

Die Abgeordneten des chilenischen Unterhauses stimmten einem Gesetz zur Öffnung der Ehe zu. Man gab den Formulierungen dabei jedoch eine gender-neutrale Sprache. Dadurch muss das Oberhaus jetzt erneut zustimmen. Dieses hatte das Gesetz laut Reuters am 23. November ursprünglich mit einer deutlichen Mehrheit von 97 zu 35 Stimmen angenommen und an das Unterhaus weitergeleitet.

Der lange Weg zu gleichen Rechten

Nach dem Oberhaus geht das Gesetz weiter an Staatspräsident Sebastián Piñera. Dieser hatte schon vor der Parlamentsdiskussion seine Zustimmung bekanntgegeben (SCHWULISSIMO berichtete). Sobald Piñera das Gesetz unterzeichnet, tritt es innerhalb von 90 Tagen in Kraft. Ein Partnerschaftsgesetz gibt es in Chile bereits seit 2015. Über die Ehe für alle wurde tatsächlich bereits mehrfach debattiert. Als die ehemalige Präsidentin Michelle Bachelet 2017 ein entsprechendes Gesetz einbrachte, wurde es zwar vom Oberhaus angenommen, konnte sich aber im Kongress nicht durchsetzen.

Community feiert bereits

Die LGBTI*-Organisation MOVILH feierte die Abstimmung: Man ist zuversichtlich, dass sich das Gesetz auf der Zielgeraden befindet. „Wir sind besonders froh darüber, dass alle von uns im Plenum eingebrachten Hinweise zur Elternschaft und zur gleichgeschlechtlichen Adoption mit großer Mehrheit angenommen wurden.“ Laut einer Umfrage von Plaza Pública Cadem sind 74 Prozent für die gleichgeschlechtliche Ehe und 65 Prozent für die gleichgeschlechtliche Adoption.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heiße Heated Rivalry-Stars

TV-Serie räumt Nominierungen ab

Die „Heated Rivalry“-Stars Hudson Williams und Connor Storrie sind bei den Grindr Awards gleich mehrfach für ihre sexy Körper nominiert.
Ferran Torres leicht bekleidet

Fußballstar polarisiert mit Fotos

Spaniens Fußballstar Ferran Torres sorgt mit einer freizügigen Unterwäschekampagne für Aufsehen – und entfacht erneut Diskussionen in sozialen Medien.
Türklinke im Hintern

Kuriose Fälle in Notaufnahmen

Mehr als 1.500 Briten suchten binnen eines Jahres in England wegen Fremdkörpern im Hintern eine Notaufnahme auf. Ärzte warnen vor Verletzungsgefahren.
Alfie Watts übers Coming-Out

Familie reagierte mit Ablehnung

„Race Across the World“-Gewinner Alfie Watts spricht über die Ablehnung seiner Familie nach seinem bisexuellen Coming-Out und besondere Unterstützung.
Antidepressiva machen schwul

Neue Theorien aus Russland

Russlands Duma-Abgeordneter Vitali Milonow behauptet, Antidepressiva könnten Homosexualität auslösen, und fordert strengere Verschreibungsregeln.
STI-Welle in Italien

Sehr starker Anstieg bei Männern

In Italien steigen die Meldungen sexuell übertragbarer Infektionen deutlich. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben.
Streit um UN-Menschenrechtsrat

Ausschluss von Anti-LGBTIQ+-Länder?

Fünf Staaten, die Homosexualität bestrafen, wurden jetzt in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die African Human Rights Coalition übt scharfe Kritik.
Sportstreit in Nebraska

Trans* Verbot vor Abstimmung

Das Oberste Gericht Nebraskas lässt eine Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans* Sportlerinnen im Mädchen- und Frauensport zu.
Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.