Direkt zum Inhalt

Strafzahlungen für LGBTI*-Bücher Untersuchungen gegen Bibiothekar:innen aus Wyoming

Von co - 08.10.2021 - 14:00 Uhr
Untersuchungen gegen Bibiothekar:innen aus Wyoming
Foto: © Chinnapong
ANZEIGE
Loading audio player...

Die American Library Association führt eine Liste aller Bücher, die verboten werden sollen oder für Debatten sorgen. In den letzten Jahren wurden ihr laut PinkNews vermehrt Bücher mit LGBTI*-Inhalten gemeldet. Einen solchen Protest gab es beispielsweise in Wyoming: Dort protestierten konservative Christen gegen LGBTI*-Bücher in der Abteilung für Kinder und Jugendliche der Campbell County Public Library in Gillette.

Aufklärungsbücher mit LGBTI*-Inhalten sorgen für Empörung

Solch „empörende“ Bücher gehörten nicht in eine Bibliothek, findet Pastorin Susan Sisti. Sie und die anderen Protestierenden stören sich an Aufklärungsbüchern für Jugendliche wie „This Book is Gay“ von Juno Dawson, „Sex is a Funny Word“ von Corey Silverberg und „Dating and Sex: A Guide for the 21st Century Teen Boy“ von Andrew P Smiler.

Mitarbeitenden könnte Anzeige drohen

Die Empörung der Konservativen war so groß, dass sie einen Antrag bei der Staatsanwaltschaft stellten. Diese prüft nun, ob die Bücher tatsächlich Obszönitäten enthalten und die Mitarbeiter:innen der Bibliothek deswegen angeklagt werden können. Anwalt Mitchell Damsky, der laut Associated Press in der Sache als Berater hinzugezogen werden soll, findet, die Debatte sei außer Kontrolle geraten: Hätten die Bibliothekar:innen die Bücher wie verlangt umsortiert, wäre es nie so weit gekommen. Er persönlich finde solche Titel ebenfalls „abscheulich“ und für Kinder unangebracht.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heiße Heated Rivalry-Stars

TV-Serie räumt Nominierungen ab

Die „Heated Rivalry“-Stars Hudson Williams und Connor Storrie sind bei den Grindr Awards gleich mehrfach für ihre sexy Körper nominiert.
Ferran Torres leicht bekleidet

Fußballstar polarisiert mit Fotos

Spaniens Fußballstar Ferran Torres sorgt mit einer freizügigen Unterwäschekampagne für Aufsehen – und entfacht erneut Diskussionen in sozialen Medien.
Türklinke im Hintern

Kuriose Fälle in Notaufnahmen

Mehr als 1.500 Briten suchten binnen eines Jahres in England wegen Fremdkörpern im Hintern eine Notaufnahme auf. Ärzte warnen vor Verletzungsgefahren.
Alfie Watts übers Coming-Out

Familie reagierte mit Ablehnung

„Race Across the World“-Gewinner Alfie Watts spricht über die Ablehnung seiner Familie nach seinem bisexuellen Coming-Out und besondere Unterstützung.
Antidepressiva machen schwul

Neue Theorien aus Russland

Russlands Duma-Abgeordneter Vitali Milonow behauptet, Antidepressiva könnten Homosexualität auslösen, und fordert strengere Verschreibungsregeln.
STI-Welle in Italien

Sehr starker Anstieg bei Männern

In Italien steigen die Meldungen sexuell übertragbarer Infektionen deutlich. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben.
Streit um UN-Menschenrechtsrat

Ausschluss von Anti-LGBTIQ+-Länder?

Fünf Staaten, die Homosexualität bestrafen, wurden jetzt in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die African Human Rights Coalition übt scharfe Kritik.
Sportstreit in Nebraska

Trans* Verbot vor Abstimmung

Das Oberste Gericht Nebraskas lässt eine Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans* Sportlerinnen im Mädchen- und Frauensport zu.
Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.